Fragezeichen hinter verlegtem Tour-Start

Sportinformationsdienst

Der bereits verlegte Start der Tour de France am 29. August ist erneut in Gefahr.

Premierminister Edouard Philippe sagte am Dienstag in einer Rede vor der Nationalversammlung, dass angesichts der Corona-Pandemie in Frankreich bis mindestens September keine Veranstaltung, bei der sich mehr als 5000 Menschen versammeln, stattfinden dürfe. 


Dies würde zumindest Auswirkungen auf den Auftakt des wichtigsten Radrennens der Welt haben. Die 107. Auflage soll in Nizza starten. Auch eine Tour ohne Zuschauer dürfte angesichts der beteiligten Personen bei der mit einem wahnwitzigen Organisationsaufwand verbundenen Riesenveranstaltung von dem Verbot betroffen sein. Zudem ist der mächtige Tour-Boss Christian Prudhomme klarer Gegner einer Geistertour.

Tour um zwei Monate verlegt

Die Tour hätte ursprünglich am 27. Juni beginnen und am 19. Juli in Paris enden sollen. Mitte April war sie um zwei Monate nach hinten verlegt worden, nachdem Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron eine Verlängerung der öffentlichen Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus verkündet hatte.


Nach derzeitigem Stand soll das prestigeträchtige Rennen bis zum 20. September durch Frankreich führen.