Fragen und Antworten zu den Play-offs der Deutschen Eishockey Liga (DEL)

DEL: München vor Finaleinzug - Nürnberg gleicht aus

Die 24. Saison der Deutschen Eishockey Liga (DEL) geht in die entscheidende Phase. Am Mittwoch beginnt das Play-off-Viertelfinale um die 98. deutsche Meisterschaft. Der Sport-Informations-Dienst (SID) beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wer wird Meister?
Titelverteidiger Red Bull München ist der Topfavorit. Das Team von Rekordtrainer Don Jackson, der schon siebenmal Meister in der DEL wurde, hat die Hauptrunde wieder als Erster abgeschlossen. Der Kader mit sieben Olympiahelden von Pyeongchang um die besten deutschen Mittelstürmer Dominik Kahun und Patrick Hager ist dank des höchsten Etats (12,5 Millionen Euro) exquisit besetzt. Im Viertelfinale ist zudem der Hauptrundenneunte Fischtown Pinguins Bremerhaven von der Papierform der leichteste Gegner.

Wer hat außerdem Chancen?
Auch die Eisbären Berlin und die Nürnberg Ice Tigers knackten in der Hauptrunde die 100-Punkte-Marke. Beide haben eine sehr konstante Saison gespielt und mit München um Platz eins gekämpft. Der DEL-Rekordmeister aus Berlin bekommt es gleich mit dem - allerdings stark ersatzgeschwächten - Vizemeister Grizzlys Wolfsburg zu tun. Für DEL-Rekordtorjäger Patrick Reimer und die "Eistiger" wird es gegen die Kölner Haie um den Olympia-Fahnenträger Christian Ehrhoff, die erst am letzten Spieltag unter die Top Sechs rutschten, noch schwieriger.  

Wer sind die Stars der Play-offs?
Natürlich die Silber-Helden von Olympia. Bis auf den verletzten Wolfsburger Gerrit Fauser spielen alle aus dem Kader von Bundestrainer Marco Sturm um den Meistertitel. Sie bringen die Euphorie nach dem größten Erfolg in der deutschen Eishockeygeschichte in ihre Klubs und hoffen nach dem unglücklich verlorenen Finale von Pyeongchang auf noch mehr Silber - den DEL-Pokal.

Wer ist der größte Außenseiter?
Wie im Vorjahr die Fischtown Pinguins. Dass die Bremerhavener auch in ihrem zweiten DEL-Jahr das Viertelfinale erreichten, ist außergewöhnlich. Der erneute Erfolg mit dem kleinsten Etat der Liga (4,1 Millionen Euro) bestätigt die Arbeit von Manager Alfred Prey und dem Trainer des Jahres Thomas Popiesch.

Wie laufen die Play-offs ab?
Gespielt wird nach dem Modus "best of seven". Vier Siege sind zum Weiterkommen notwendig. Steht es nach 60 Minuten unentschieden, wird so lange in 20-Minuten-Abschnitten verlängert, bis ein Tor fällt. Das längste Play-off-Spiel dauerte 168 Minuten und 16 Sekunden (Köln gegen Mannheim, 5:4 am 22. März 2008).

Wer überträgt die Play-offs?
Sport1 zeigt bis zu 20 Spiele live im Free-TV. Es beginnt am Mittwoch (19.30 Uhr) mit dem Duell Nürnberg gegen Köln. Die Deutsche Telekom überträgt per Livestream über TV, PC, Tablet oder Smartphone alle Partien live - für Telekom-Kunden kostenlos, für alle anderen gegen monatliche Gebühren.