Fragen und Antworten zum Großen Preis von Ungarn

SID
Fragen und Antworten zum Großen Preis von Ungarn

Was steht an?
Beim Großen Preis von Ungarn (Sonntag 14 Uhr/RTL und Sky) verabschiedet sich die Formel 1 in die Sommerpause. Vor den Toren Budapests könnte Ferrari-Pilot Sebastian Vettel dabei die Führung im WM-Klassement verlieren: Sein Vorsprung auf Lewis Hamilton im Mercedes beträgt nur noch einen Punkt.

Wer ist der Favorit?
Der heißt an diesem Wochenende doch recht eindeutig Lewis Hamilton. Der Brite ist Rekordsieger in Ungarn, hat schon fünfmal auf dem Hungaroring gewonnen und zeigt zuletzt klaren Aufwärtstrend. Zudem hat Mercedes seine Probleme aus dem ersten Saisondrittel in den Griff bekommen und kann nun wieder bestens mit Ferrari mithalten. Vor allem im Qualifying haben die Silbernen zurück zu alter Dominanz gefunden. Daher stellt sich eine weitere Frage:

Wird am Wochenende Geschichte geschrieben?
Das ist ziemlich wahrscheinlich. Am Samstag kann Hamilton die 68. Pole Position seiner Karriere einfahren, das ist vor ihm nur dem Größten gelungen: Noch hält Michael Schumacher diesen Rekord allein. In nicht allzu ferner Zukunft dürfte die Bestmarke dann wohl ganz exklusiv Hamilton gehören.

Warum hat das Rennen eine besondere Bedeutung?
Weil die Stimmung kippen könnte. Noch nie in dieser Saison hat ein Pilot zwei Siege hintereinander eingefahren, Hamilton will das nun schaffen. Zudem kann er Vettel zu einem psychologisch besonders günstigen Zeitpunkt die Führung entreißen, unmittelbar vor der Sommerpause. In Italien dürfte dies die zuletzt ohnehin vorhandene Nervosität weiter schüren. Nach dem so starken Saisonstart schrieben die Gazetten zuletzt bereits eine "Wende im Titelkampf" herbei - dabei steht Vettel noch an der Spitze.

Wer ist der heimliche Star?
Einer, der gar nicht am Rennen teilnimmt: Robert Kubica wird im Anschluss an das Wochenende die offiziellen Testfahrten auf dem Hungaroring für Renault bestreiten. Sechs Jahre nach seinem schweren Unfall als Rallye-Gaststarter rückt das unerwartete Comeback des hochtalentierten Polen damit tatsächlich immer näher. Angeblich ist sogar ein Start beim kommenden Rennen im belgischen Spa (27. August) möglich, dann würde Kubica den glücklosen Renault-Piloten Jolyon Palmer ersetzen und wäre Nico Hülkenbergs Teamkollege.