Fragen und Antworten zum Großen Preis von Malaysia

SID
Fragen und Antworten zum Großen Preis von Malaysia

Was steht an?
Der Große Preis von Malaysia holt die Formel 1 wieder ins Frühstücksprogramm. Um 9.00 Uhr deutscher Zeit startet am Sonntag das 15. Saisonrennen in Sepang nahe Kuala Lumpur. Für Sebastian Vettel ist es der erste Auftritt nach dem Schock von Singapur: Vor zwei Wochen hatte der Ferrari-Pilot durch einen unnötigen Startunfall seinen bislang größten Rückschlag dieser Saison erlitten. Vor Malaysia führt Lewis Hamilton im Mercedes die WM nun mit 28 Punkten Vorsprung an.
Wer gewinnt?
Rekordsieger in Malaysia ist Vettel mit bislang vier Erfolgen, 2015 feierte er hier sogar seinen ersten Triumph für Ferrari. Der Top-Favorit an diesem Wochenende ist allerdings Hamilton. Mit den langen Geraden und schnellen Kurven ist der Sepang International Circuit eine Mercedes-Strecke, und Hamilton stand hier zuletzt dreimal in Folge auf der Pole Position. Gewonnen hat er aus den verschiedensten Gründen erst einmal in Malaysia - so ereilte ihn im vergangenen Jahr in Führung liegend ein Motorschaden.
Warum ist das Rennen besonders wichtig für die beiden Rivalen?
Malaysia ist für Lewis Hamilton das, was Singapur zuletzt für Sebastian Vettel war. Der Engländer ist hier großer Favorit, er sollte unbedingt gewinnen - denn danach spielen vier der fünf verbleibenden Strecken durchaus Ferrari in die Karten. Entsprechend hat Vettel nun in Malaysia die Chance, seinen Nuller von Singapur gleich wieder gut zu machen. Denn so groß Hamiltons Vorsprung derzeit wirken mag: Ein Ausfall oder anderweitige Probleme des Engländers könnten die Uhren im Titelkampf ganz schnell wieder auf null drehen.
Wer verabschiedet sich an diesem Wochenende von der Formel 1?
Der Gastgeber. Die Königsklasse kommt 2017 zum vorerst letzten Mal nach Malaysia, eine Rückkehr in der Zukunft ist ziemlich unwahrscheinlich. Die Regierung hatte keine Lust mehr, viel Geld für diesen Sport auszugeben, und die neuen Besitzer der Formel 1 sind nicht mehr sonderlich interessiert an "Exoten" im Rennkalender. 1999 hatte Malaysia seine Premiere gefeiert und war damit in gewisser Weise Pionier: Bernie Ecclestone brachte die Formel 1 nun immer häufiger in Länder, die mit Motorsport nicht viel zu tun haben, für einen Grand Prix als PR-Objekt aber viel Geld bezahlten. Es passt nun irgendwie ins Bild, dass sich das erste Rennen dieser Art gleich im ersten Jahr nach Ecclestone verabschiedet.
Und wer sagt "Hallo" zur Formel 1?
Vielversprechende Nachwuchsfahrer. Der Monegasse Charles Leclerc wird im Training am Freitag einen Sauber fahren, der 19-Jährige könnte im kommenden Jahr das Cockpit von Pascal Wehrlein bei den Schweizern übernehmen. Und Toro Rosso gibt sogar schon im Rennen der Jugend eine Chance: Der Franzose Pierre Gasly (21) wird in Malaysia und auch anschließend in Japan (8. Oktober) den Russen Daniil Kwjat ersetzen. Gasly gilt als Favorit auf die Nachfolge des zu Renault wechselnden Spaniers Carlos Sainz, er soll nun erste Erfahrungen im Cockpit sammeln.