Fragen und Antworten zum Großen Preis von Frankreich

Fragen und Antworten zum Großen Preis von Frankreich

Was steht an?
Nach zehnjähriger Pause feiert die Formel 1 ihr Comeback in Frankreich. Das achte Saisonrennen am Sonntag (16.10 Uhr/RTL) findet auf dem Circuit Paul Ricard im südfranzösischen Le Castellet statt. Dort fand zuletzt 1990 der Große Preis von Frankreich statt. Ferrari-Star Sebastian Vettel startet als Gesamtführender, sein Vorsprung auf Weltmeister Lewis Hamilton beträgt allerdings nur einen Punkt. Das Rennen ist zudem der Auftakt des "Triple-Headers", der Fahrer und Teams vor eine Mammutaufgabe stellt: An drei aufeinanderfolgenden Wochenenden werden Rennen ausgetragen, auf Frankreich folgen Spielberg/Österreich (1. Juli) und Silverstone (8. Juli). Grund ist das Finale der Fußball-WM am 15. Juli, eine Terminkollision sollte verhindert werden.

Wer ist Favorit?
Das ist schwer zu sagen. Der Kurs im Departement Var ist für die Teams Neuland, Daten und Erfahrungswerte aus vergangenen Jahren liegen anders als gewohnt nicht vor. Die Top-Teams Mercedes, Ferrari und Red Bull präsentieren sich in diesem Jahr zudem auf Augenhöhe, verlässliche Prognosen lassen sich nur schwer treffen. Zu einem Faktor könnten die Reifen werden, Pirelli liefert wie in Spanien einen Spezial-Pneu mit dünnerer Lauffläche. In Barcelona dominierte damals Lewis Hamilton im Mercedes.

Was ist über die Strecke zu sagen?
Zum 15. Mal wird auf dem Circuit Paul Ricard gefahren, das 5,842 km lange und neu asphaltierte Layout ist ausgewogen. Markant ist die Mistral-Gerade, in deren Mitte inzwischen eine Schikane eingebaut ist. Es wird sich zeigen, ob sich diese Maßnahme negativ auf Überholmanöver auswirkt. Zudem bietet die Strecke einige harte Bremszonen, sowie langsame und technische Sektoren, die wiederum den Red Bulls liegen dürften. Am Ende der Mistral-Geraden liegt die "Mutkurve" Signes, eine der schnellsten im diesjährigen Formel-1-Kalender. Die Vor- und Nachteile für die drei Top Teams sollten sich in etwa ausgleichen. Rekordsieger in Le Castellet ist Alain Prost mit vier Erfolgen. Auch wenn die Strecke ihr Formel-1-Comeback nach 28 Jahren gibt, ist sie diversen Fahrern durch Testfahrten oder Rennen in kleineren Formel-Serien bekannt. 

Was machen die Franzosen?
Zehn Jahre mussten die französischen Fans auf ein Heimrennen warten, auf einen Heimsieg kann die Grande Nation allerdings nicht ernsthaft hoffen. Frankreich stellt 2018 mit drei Piloten zwar das größte Fahrerkontingent. Pierre Gasly (22/Toro Rosso), Esteban Ocon (21/Force India) und Romain Grosjean (32/Haas) sitzen nicht in Sieg-Autos. Auch das Werksteam Renault mit Niko Hülkenberg dürfte wieder nur im Mittelfeld unterwegs sein.