Ein früherer Mitarbeiter erklärt, was Obama fundamental von Trump unterscheidet

Business Insider Deutschland
Barack Obama

Ein ehemaliger Mitarbeiter des Weißen Hauses hat über seine Zeit mit Obama ein Buch geschrieben. David Litt hat schon mit 24 angefangen, Reden für die Obama-Regierung zu schreiben. Dabei hat er viel über das Leben und Politik gelernt. In seiner Zeit im Weißen Haus ging es viel darum, sich wie ein Erwachsener zu benehmen, auch wenn man sich nicht so fühlt, schreibt Litt in „Thanks Obama: My Hopey, Changey White House Years“. Dabei habe er gemerkt, dass die Kindheitsillusion vom Erwachsensein schlicht nicht darauf zutreffe, wie Erwachsene in Wirklichkeit sind.

„In meinen 20ern habe ich gelernt, dass es keine Erwachsenen gibt, zumindest nicht so, wie man es sich als Kind vorstellt. Es gibt keinen Raum voll allwissender Erwachsener, die alles im Griff haben“, schreibt Litt. Dafür hätten die Mitarbeiter Obama jedoch häufig als den „Erwachsenen im Raum“ bezeichnet. „Obama war nicht perfekt. Nicht jede seiner Entscheidung war richtig. Was ihn zum Erwachsenen im Raum gemacht hat, war die Art und Weise wie er seine Prioritäten gesetzt hat.“

Jetzt mache Litt sich Sorgen, weil Präsident Trump in dieser Hinsicht ganz anders als Obama sei. „Kinder streben nach Vergnügen, Erwachsene nach Verwirklichung. Kinder wollen angehimmelt werden, Erwachsene erarbeiten sich Respekt. Kinder finden Selbstwert in Dingen, die sie sich verschaffen, Erwachsene finden Selbstwert in der Verantwortung, die sie tragen“, schreibt Litt.

„Wir müssen uns selbst retten“

Es gebe zwar keine richtigen Erwachsenen, aber dafür eine überwältigende Anzahl an Kindern in allen Altersstufen, in jeder Lebenssituation und aus allen politischen Lagern. „Ja, Donald Trump ist der älteste Mensch, der je US-Präsident wurde. Aber er ist gleichzeitig das erste Kind, das Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Vereinigten Staaten von Amerika wurde.“

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