Fröhlich glaubt nicht an vorzeitiges Ende des Videobeweises

SID
Fröhlich glaubt nicht an vorzeitiges Ende des Videobeweises

Der neue Projektleiter Lutz Michael Fröhlich glaubt nicht an ein Ende des Videobeweises schon in der Winterpause. "Ich bin überzeugt, dass es nicht so kommen wird", sagte Fröhlich der Bild-Zeitung und nahm gleichzeitig alle Beteiligten in die Pflicht: "Wichtig ist, dass sich jetzt alle wieder auf das Wesentliche fokussieren."
Für den 60-Jährigen, gleichzeitig Boss der Bundesliga-Schiedsrichter, bleibt weiterhin die Definition einer "klaren Fehlentscheidung" die Gretchenfrage. Um hierbei Klarheit zu schaffen, werde man sich "mit den Vereinen treffen", um die Angelegenheit "mit allen Beteiligten weiter zu klären", betonte Fröhlich.
Klar ist für Fröhlich hingegen die Aufgabenverteilung zwischen dem Schiedsrichter und dem Video-Assistenten. "Einer muss das Sagen haben und die Verantwortung für die Entscheidungen tragen, das ist der Schiedsrichter. Das muss weiterhin ganz klar betont werden", sagte er dem kicker (Donnerstagsausgabe).
Gescheitert sei das Pilotprojekt laut Fröhlich jedenfalls trotz der zahlreichen Probleme noch nicht, wenngleich die kommende Arbeit "eine Herausforderung" werde. Erste Anpassungen sollen zeitnah vorgenommen werden: So wird der Supervisor während des Spiels nicht mehr mit dem Video-Assistenten kommunizieren und stattdessen als stiller Beobachter protokollieren. Stattdessen soll ein zweiter Video-Assistent gleichberechtigt die jeweiligen Partien im Kölner Kontrollzentrum verfolgen.