Fox News wehrt sich gegen sexistische Hass-Tweets von Donald Trump

Fox News wehrt sich gegen sexistische Hass-Tweets von Donald Trump

Es muss schon einiges passieren, damit Fox News sich öffentlich gegen Donald Trump stellt. Doch selbst für den Haus und Hof-Sender des US-Präsidenten scheint das Maß nun voll zu sein. Stein des Anstoßes sind unangemessene Tweets über "Morning Joe"-Moderatorin Mika Brzezinski.

Dass Politiker im Laufe ihres Schaffens kritisiert werden, sollte bei der Berufswahl klar sein. Der amtierende US-Präsident liefert allerdings fast täglich so viel Steilvorlagen, dass selbst der sonst pro-Trump agierende Sender Fox News reagieren musste. In der Frühsendung "Morning Joe" ging Moderatorin Mika Brzezinski daher hart mit Trumps Politik ins Gericht. Und das passte ihm gar nicht.

Auf Twitter bezeichnete er Brzezinski als "die verrückte Mika mit dem niedrigen IQ" und zog über ihre angebliche Schönheits-OP her. Sie habe bei einem Treffen mit ihm "im Gesicht geblutet". Diese unpassenden und sexistisch anmutenden Äußerungen wollten die Verantwortlichen von Fox News nicht auf sich sitzen lassen.

Eine Übertragung des morgendlichen Presse-Briefings des Weißen Hauses wurde kurzerhand aus dem Programm geschmissen und durch ein Interview mit Ronna Romney McDaniel ersetzt. McDaniel ist Vorsitzende des nationalen republikanischen Ausschusses von Trumps Partei.

"Man lässt sich nicht auf ein solches Niveau herab", attackierte Fox News Anchor-Frau Julie Banderas Mc Daniel. "Das ist, als schimpfe ich mein vierjähriges Kind für ein schlimmes Wort aus und wiederhole es dann. So regiert man kein Land oder erzieht einen Vierjährigen."

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Als McDaniel ihren Commander in Chief verteidigen wollte, konterte Banderas: "Die Menschen haben Barack Obama dumm genannt. Sie haben ihn Muslim genannt. Sie haben ihn als nicht qualifiziert bezeichnet, als Verräter Amerikas und einen Hasser Israels. Sie haben ihn mit jeder Beschimpfung belegt, die man sich vorstellen kann. Aber ich habe ihn kein einziges Mal zurückschlagen sehen."

Trumps Sprecherin Sarah Sanders hatte im Vorfeld zu dem eskalierten Streit mit Fox News betont, Feuer werde mit Feuer beantwortet: "Wenn ihn linke Medien attackieren, wird er sich nicht zurücklehnen. Die einzige Person, gegen die ein Krieg geführt wird, ist der Präsident."

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