Foto mit Hitlergruß: Regionalligist Lok Leipzig entlässt zwei Jugendtrainer

Regionalligist Lok Leipzig hat nach einem Skandal um ein Foto mit Hitlergruß-Pose zwei Nachwuchstrainer entlassen und Spieler der B-Juniorenmannschaft suspendiert. Dies teilte der sächsische Klub auf seiner Homepage mit. Gegen den Co-Trainer wurde zudem Strafanzeige gestellt und ein lebenslangen Hausverbot verhängt.

Nach Vereinsangaben hatten Leipziger Nachwuchsspieler auf Aufforderung des Co-Trainers auf dem Vereinsgelände für ein Foto mit dem Hitlergruß posiert. Wie die Leipziger Volkszeitung berichtet, sei das Bild in einem internen Gruppenchat aufgetaucht.

"Gegen Nazis": Lok änderte sein Profilbild bei Facebook

"Wir haben diesen unglaublichen Vorfall in den letzten beiden Tagen intensiv ausgewertet und sofort die entsprechenden Konsequenzen gezogen", sagte Lok-Präsident Thomas Löwe. Um "unserer pädagogischen Verantwortung als Verein gerecht zu werden" wolle der Klub gemeinsam mit dem Landesportbund, dem Fanprojekt und den Jugendlichen den Vorfall aufarbeiten.

 

Der Verein, der 2003 neu gegründet worden war und kein direkter Nachfolger des gleichnamigen Europapokal-Finalisten der Pokalsieger von 1987 ist, änderte nach dem Vorfall sein Profilbild bei Facebook, dort ist nun unter dem Klublogo der Schriftzug "Gegen Nazis" zu lesen.

Der Hitlergruß ist in der Bundesrepublik Deutschland durch Paragraph 86a des Strafgesetzbuches (Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen) unter Strafe gestellt. Das Strafmaß sieht eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder eine Geldstrafe vor.