Fortum will keine betriebsbedingten Kündigungen bei Uniper

Der finnische Energieversorger Fortum schließt einem Medienbericht zufolge betriebsbedingte Kündigungen nach der Übernahme der Uniper-Anteile vom Energiekonzern Eon aus

Der finnische Energieversorger Fortum schließt einem Medienbericht zufolge betriebsbedingte Kündigungen nach der Übernahme der verbliebenen Uniper-Anteile vom Energiekonzern Eon aus. "Wir sind mit Eon eine bindende Vereinbarung eingegangen", sagte Fortum-Chef Pekka Lundmark der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" vom Montag. Teil dieser schriftlichen Vereinbarung seien auch "klare Verpflichtungen gegenüber den Arbeitnehmern".

"Wir sagen zu, dass die Uniper-Zentrale in Düsseldorf bleibt", sagte Lundmark der Zeitung weiter. "Wir stehen zu allen Vereinbarungen, die Uniper mit der Belegschaft getroffen hat". Der finnische Konzern werde Uniper "nicht zu betriebsbedingten Kündigungen veranlassen". Zudem sei "keine Übernahme" geplant, bekräftigte Lundmark.

Eon hatte im September angekündigt, sich komplett von seinem konventionellen Stromgeschäft trennen zu wollen und mitgeteilt, dass sich der Energiekonzern mit Fortum in "fortgeschrittenen Gesprächen" über den Verkauf seiner verbliebenen Uniper-Anteile befinde. Eon hatte sein Geschäft mit Strom aus Kohle und Gas vergangenes Jahr an Uniper ausgegliedert und konzentriert sich selbst seitdem auf erneuerbare Energien, Energienetze und Kundenlösungen.

Dass es Uniper gelingt, einen anderen Investor zu finden, glaubt Lundmark nicht. "Ein weißer Ritter hätte kaum Chancen", sagte der Fortum-Chef der "Rheinischen Post" weiter. "Wir haben einen bindenden Vertrag: Falls der Eon-Konzern seinen Anteil nicht andienen sollte, muss er uns mindestens 750 Millionen Euro Ausfallgebühr zahlen", sagte er. "Da müsste ein weißer Ritter Eon schon sehr viel mehr bieten."