Forscher hoffen auf Durchbruch bei Entwicklung besserer Akkus für Elektroautos

Eine Batteriezelle für ein Elektroauto

Forscher aus Deutschland und Tschechien hoffen auf einen Durchbruch auf dem Weg zu besseren Lithium-Ionen-Akkus etwa für Elektroautos. Ihnen gelang nach Angaben des Forschungszentrums Jülich vom Freitag die Herstellung eines neuen Materials für Elektroden, die Ladegeschwindigkeit und Speicherkapazität der weit verbreiteten Batterien steigern könnten. Es handelt sich um Verbundwerkstoff mit Nanoteilchen.

Das sogenannte Nanokomposit enthält winzige Zinnoxidteilchen, die zusätzlich mit dem chemischem Element Antimon angereichert wurden. Elektroden aus diesem Material könnten beim Einbau in die Akkus deutlich mehr Energie speichern als die derzeit dafür verwendeten Kohlenstoffelektroden, teilte das nordrhein-westfälische Institut mit. Zugleich glichen sie die Nachteile reiner Zinnoxidelektroden aus, die ebenfalls leistungsfähig, aber nicht haltbar genug seien.

Elektroden seien ein "wichtiger Faktor" beim Bau leistungsfähiger wiederaufladbarer Batterien. Die Speicherung von vergleichbaren Energiemengen sei bisher nur bei längerer Ladezeit erreicht worden - oder die Elektroden hätten ihre Kapazität zu schnell eingebüßt.

Die Forscher, die ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Advanced Functional Materials" veröffentlichten, hofften nun, dass der von ihnen entwickelte Werkstoff "den Weg zu Lithium-Ionen-Batterien mit einer deutlich erhöhten Energiedichte und sehr kurzer Ladezeit ebnet". Die Elektroden seien auch einfach und günstig herzustellen.