Forscher fordern "Mutterschutz" für Arbeitselefanten in Laos

Im Kampf gegen den stetig schrumpfenden Bestand an Elefanten in Laos haben Wissenschaftler bezahlten "Mutterschutz" für weibliche Arbeitstiere gefordert. Den weiblichen Nutztieren sei harte Arbeit während Schwangerschaft und Stillzeit nicht zuzumuten

Im Kampf gegen den stetig schrumpfenden Bestand an Elefanten in Laos haben Wissenschaftler einen "Mutterschutz" für weibliche Arbeitstiere gefordert. Ihnen sei die harte Arbeit vor allem beim Holztransport während ihrer 22-monatigen Schwangerschaft und des Säugens nicht zuzumuten, sagte der französische Forscher Gilles Maurer der Nachrichtenagentur AFP. Davon werde die Fruchtbarkeit der Elefanten "stark beeinträchtigt".

Um trächtige Elefanten-Kühe und ihren Nachwuchs zu schützen, regen Maurer und seine Kollegen eine Art bezahlte Mutterzeit an: Demnach sollen die betroffenen Tiere in der Zeit geschont werden, während ihre Halter für den Verdienstausfall entschädigt werden.

Laos galt früher einmal als "Land der Millionen Elefanten". Heute dagegen zählt der südostasiatische Staat nur noch rund 800 Tiere; die Hälfte lebt in freier Wildbahn, die andere Hälfte stammt aus der Zucht und wird entweder zur Arbeit eingesetzt oder für den Tourismus exportiert.

Sollte sich an der Situation nichts ändern, werde dies "unausweichlich zur Ausrottung der Elefanten" in Laos führen, warnten Maurer, seine Kollegen vom staatlichen französischen Forschungszentrum (CNRS) und Experten des Umweltschutzverbands Beauval Nature in ihrer in der Online-Zeitschrift "Scientific Reports" veröffentlichten Studie.

Für ihre Studie untersuchten die Forscher die Entwicklung der Elefantenpopulation der vergangenen Jahre, befragten rund 50 Züchter über den Umgang mit ihren Tieren und rechneten ihre Daten dann auf die nächsten hundert Jahre hoch. Dabei stellten sie auch fest, dass der Nachwuchs domestizierter Elefanten-Kühe meist von wildlebenden Partnern stammt.