Formel E "Race at Home Challenge": Sieg Hattrick für Maximilian Günther?

Auf einer virtuellen Fantasiestrecke namens "Electric Docks" findet am Samstag (ab 16:30 Uhr im Livestream) das zweite Rennen der Formel E "Race at Home Challenge" statt. BMW-Pilot Maximilian Günther peilt in der E-Sport-Serie, die von der Formel E gemeinsam mit Motorsport Games ins Leben gerufen wurde, einen Sieg-Hattrick an.

Der Deutsche hatte sich beim Testrennen auf einem virtuellen Kurs von Monaco gegen Mercedes-Pilot Stoffel Vandoorne durchgesetzt und den ersten virtuellen Formel-E-Sieg gelandet. Beim ersten Wertungslauf am vergangenen Samstag im virtuellen Hongkong sah es dann so aus, als könne der Belgier zurückschlagen.

Von der Pole-Position aus führte er das Rennen über weite Strecken an. Doch dann unterlief Vandoorne ein Fahrfehler. Der Profiteur war Günther, der die Führung übernahm und sie vor Nick Cassidy ins Ziel brachte.

Alle 24 Stammfahrer am Start

Der amtierende Super-Formula-Meister Cassidy war am vergangenen Wochenende als Ersatzmann für Virgin-Pilot Sam Bird eingesprungen. An diesem Wochenende wir der aber sein Debüt in der virtuellen Formel E geben. Damit werden morgen alle 24 Stammfahrer der Serie am Sim-Rennen teilnehmen.

"Ich freue mich, dass ich mit den anderen mitfahren kann. Ich fühlte mich ein wenig ausgeschlossen", sagt Bird, der in seinem Haus zunächst 150 Meter Netzwerkkabel verlegen musste, um seinen Simulator mit dem Internet zu verbinden.

"Ich kann es kaum erwarten, an diesem Wochenende zu fahren", sagt Bird. "Ich habe viel Zeit im Simulator verbracht und versucht, mich und meine Rundenzeiten zu verbessern. Ich scheine jetzt mehr bei der Musik zu sein und bin optimistisch, dass ich mich ganz gut schlagen kann."

Strecke ist für alle Piloten neu

Im Gegensatz zu den bisherigen Rennen, die in der Simulation rFactor 2 auf Nachbildungen real existierender Strecken gefahren wurde, findet das Rennen am Samstag auf der computer-generierten Strecke "Electric Docks" statt.

Die "Race at Home Challenge" unterstützt das Kinderhilfswerk UNICEF bei der Unterstützung von Familien und Kindern, die von der Coronavirus-Krise in besonderem Maße betroffen sind. Neben dem Rennen der offiziellen Formel-E-Fahrer gibt es auch eines für Simracer. Der Meister dieser Wertung erhält später im Jahr die Möglichkeit, ein rechtes Gen2-Auto der Formel E auf der Rennstrecke zu testen.

Mit Bildmaterial von FIA Formula E.