Formel 1: Verstappen-Strafe sorgt für Ärger: "Sauerei"

Max Verstappen überholte in der letzten Runde des Großen Preises der USA Kimi Räikkönen und sicherte sich so den dritten Platz. Allerdings nur für wenige Augenblicke: Weil das Manöver nach Meinung der Rennstewards illegal war, verlor Verstappen die Podiumsplatzierung nachträglich. Eine Entscheidung, die nicht nur Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko in Rage brachte.

Max Verstappen überholte in der letzten Runde des Großen Preises der USA Kimi Räikkönen und sicherte sich so den dritten Platz. Allerdings nur für wenige Augenblicke: Weil das Manöver nach Meinung der Rennstewards illegal war, verlor Verstappen die Podiumsplatzierung nachträglich. Eine Entscheidung, die nicht nur Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko in Rage brachte.

Verstappen setzte sich in Kurve 17 innen neben Räikkönen und ging vorbei. Problem: Der Niederländer war dabei mit allen vier Rädern neben der Streckenmarkierung - laut Regelwerk ein irreguläres Manöver. Verstappen erhielt nach Rennende eine 5-Sekunden-Strafe und verlor seine Podiumsplatzierung somit wieder an Räikkönen.

"Wenn die Verantwortlichen nicht sehen, was sie da anrichten, hat das keinen Sinn. Solche Entscheidungen zerstören den Sport. Das war ein sensationelles Rennen. Wenn man Paragraphen reiten will, dann gratuliere - bestens gelungen", wütete Marko bei Sky gegen die Entscheidung der Rennmarshalls, die bereits beim Mexiko-GP im Vorjahr "für ein Desaster gesorgt" hätten.

Im gesamten Rennen hätten Fahrer immer wieder die Streckenbegrenzungen unbestraft verlassen. Entsprechend könne er das Urteil der Stewards nicht nachvollziehen, so Marko: "Dann können wir gleich Playstation spielen."

Unterstützung erhielt Marko von Niki Lauda. "Verstappen vollzieht ein ganz normales Überholmanöver", sagte der Aufsichtsratschef von Mercedes: "Dass man ihn für 30 Zentimeter bestraft, ist eine Sauerei. Wir haben hier keine Straßenverkehrsordnung, denn sonst müssen wir keine Rennen fahren."

Jos Verstappen wütet bei Twitter

Die Rennstewards sollen Laudas Meinung nach nur eingreifen, wenn ein Manöver gefährlich ist. Das sei hier nicht der Fall gewesen sein: "Ich verstehe nicht, warum wir wieder in die Steinzeit zurückgefallen sind. Da muss man mit Charlie Whiting (Rennleiter; Anm. d. Red) reden. Das kann man der Außenwelt nicht verkaufen."

Max Verstappens Vater Jos ärgerte sich bei Twitter über die Strafe gegen seinen Sohn. Er schrieb von einer "Schande" und prangerte den Internationalen Automobilverband FIA an, pro Ferrari entschieden zu haben, in dem er in einem Tweet die Initialen FIA mit "Ferrari International'Assistance".

Verstappen reagierte mit Unverständnis auf seine Sanktion. "Wir hatten ein wirklich tolles Rennen, aber diese dummen Entscheidungen zerstören den Sport", sagte der 20-Jährige: "Ich hoffe wirklich, dass die Fans diese Entscheidung nicht mögen - und hoffentlich kommen sie im nächsten Jahr nicht mehr."

Die Rennleitung selbst begründete die Entscheidung wie folgt: "Die Rennkommissare haben sich die Videos angesehen und sind zu dem Schluss gekommen, dass Auto 33 (Verstappen; Anm. d. Red) die Strecke mit allen vier Rädern mindestens einen halben Meter verlassen und dabei Auto 7 (Räikkönen; Anm. d. Red) überholt hat. Der Fahrer verschaffte sich dadurch einen nachhaltigen Vorteil."

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