Berger über Flörsch: "Knochenarbeit!"

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Berger über Flörsch: "Knochenarbeit!"
Berger über Flörsch: "Knochenarbeit!"
Berger über Flörsch: "Knochenarbeit!"

Die Ablenkung kommt Sophia Flörsch gerade recht.

Nach einem Stotterstart in ihre DTM-Karriere macht die 20-Jährige an diesem Wochenende GT3-Pause und wiederholt ihren Vorjahresauftritt bei den 24 Stunden von Le Mans.

Beim Klassiker an der Sarthe geht die Münchnerin wieder in einem reinen Damenteam von Richard Mille Racing in der LMP2-Klasse an den Start, zusammen mit Beitske Visser und Tatiana Calderón.

Nach Platz neun in der LMP2-Klasse 2020 werden die Ziele höher geschraubt.

Sophia Flörsch vor Le Mans: “Das war ein Lehrjahr”

“Das war ein Lehrjahr”, sagt Flörsch. “Wir wollen eine starke Botschaft setzen und gut performen, während wir auch viel Spaß haben.” (NEWS: Alles Wichtige zur Formel 1)

Im Qualifying positionierten sich die Ladies auf Platz 20 in ihrer Klasse, in der auch diverse ehemalige Formel-1-Stars angreifen.

Fest steht: Die Freude im Cockpit ist zurück bei Sophia Flörsch.

“So schnell, so geil”, schreibt sie in den sozialen Medien. In der DTM, wo sie am vierten Rennwochenende auf dem Nürburgring bei ihrem Team Abt durch Routinier Markus Winkelhock ersetzt wird, kam der Spaß zuletzt jedenfalls zu kurz.

In der Meisterschaft liegt die Münchnerin auf Rang 19, einen Rang vor Christian Klien, der bisher nur in Zolder einen Gaststart absolvierte.

Zwei 15. Plätze markieren die besten Ergebnisse der schnellsten Rennfahrerin Deutschlands.

Grund sind auch hausgemachte Technikprobleme: Zuletzt in Zolder sorgte die elektronische Space-Drive-Lenkung für Zeitverluste in den Schikanen.

Flörsch ist nur eine von drei PilotInnen, die mit der innovativen aber noch nicht ausgereiften Technik fährt.

In Le Mans soll sie sich nun das mentale Rüstzeug zurückholen, um in der DTM mit neuem Mut anzugreifen. (Der Rennkalender der Formel 1)

SPORT1 weiß: Bei Abt-Audi glaubt man an ihr Talent und Potenzial. Bei den DTM-Testfahrten fehlten nur 0,7 Sekunden auf die erfahrenen Teamkollegen Kelvin van der Linde und Mike Rockenfeller - und es war Luft nach oben.

“Sie muss hart arbeiten, noch mehr arbeiten, noch mehr mit Daten, mit Vergleichen zu Kelvin und Mike”, so Abt-Teamchef Thomas Biermaier.

Flörsch und das große Ziel Formel 1

Das große Ziel, die Formel 1, muss dabei in den Hintergrund rücken, das betont auch DTM-Boss Gerhard Berger:

“Ich habe im Motorsport gelernt, immer das abzuarbeiten, was aktuell ansteht. Von der Formel 1 träumen alle, es ist aber wichtig, die Leistung dort abzuliefern, wo man gerade ist”, sagt der Österreicher. (Die Fahrer der Formel 1)

Flörsch sei in der DTM jedenfalls sehr gut aufgehoben, so Berger: “Liam Lawson wird bald in der Formel 1 fahren, Alex Albon kommt aus der Formel 1”, zieht er den Vergleich.

Und fügt an: “Das DTM-Feld ist also ein perfekter Maßstab, um zu sehen, wo sie stehen muss, damit sie in der Formel 1 zurechtkommen könnte.”

Berger fordert, Flörsch mehr Zeit zu geben: “Sie hat ein gutes Auto, und jetzt muss sie sich mit Knochenarbeit Schritt für Schritt herankämpfen - das geht mit Sicherheit nicht über Nacht oder in zwei Rennen. Aber sie hat die Aufgabe gut angenommen und muss sie bewältigen. Ganz generell sollte man ihr ein, zwei Saisons Zeit geben.”

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Manchmal reicht auch einfach mal ein Erfolgserlebnis. “Befreit zu fahren oder nicht macht so einen großen Unterschied mental und performancemäßig”, sagt der zweimalige Champion Timo Scheider im ran-Podcast. “Ich würde mir wünschen, dass sie mal ein geiles Ergebnis mitbringen würde. Dann geht ein Knopf auf und alles wird einfacher.”

Vielleicht bringt Le Mans den Spaß zurück statt – und den Erfolg in einer aktuell vertrackten Situation .

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