Formel 1: Rosberg neuer Kubica-Manager

Nico Rosberg ist zurück im Formel-1-Business. Neun Monate nach seinem Rücktritt wird der amtierende Weltmeister Manager von Robert Kubica und möchte den Polen zurück in die Königsklasse führen. Im Visier hat Rosberg dabei wohl auch einen alten Bekannten: seinen ehemaligen Mercedes-Teamkollegen und großen Widersacher Lewis Hamilton.

Nico Rosberg ist zurück im Formel-1-Business. Neun Monate nach seinem Rücktritt wird der amtierende Weltmeister Manager von Robert Kubica und möchte den Polen zurück in die Königsklasse führen. Im Visier hat Rosberg dabei wohl auch einen alten Bekannten: seinen ehemaligen Mercedes-Teamkollegen und großen Widersacher Lewis Hamilton.

"Robert und Lewis Hamilton waren die schnellsten Gegner in meiner Karriere. Daher finde ich es jetzt sehr spannend, dass ich Robert bei seiner Reise zurück in die Formel 1 unterstützen kann", twitterte der 32-Jährige am Freitag im Vorfeld des Großen Preises von Singapur. Dazu postete Rosberg ein Bild von Kubica, Hamilton und sich aus Teenager-Zeiten.

"Es ist fantastisch, dass ich jetzt mit Nico arbeiten kann. Wir beiden kennen uns schon ewig, seit dem wir Kart-Kids waren. Er ist ein riesiger Mehrwert für mich und mein Formel-1-Comeback", sagte Kubica der Bild.

Der Pole, wie Rosberg 32 Jahre alt, galt als BMW-Sauber- und Renault-Pilot zwischen 2006 und 2010 als einer der besten und schnellsten Fahrer der Rennserie. Bei einem Rallye-Unfall vor der 2011er-Saison verletzte sich Kubica jedoch schwer, die Beweglichkeit seines rechten Armes ist seitdem eingeschränkt. Dennoch darf er sich Hoffnungen auf ein Comeback machen. Der Pole saß Anfang August bei Testfahrten in Ungarn für Renault erstmals wieder in einem aktuellen Boliden und wird als Kandidat für ein Cockpit für die kommende Saison gehandelt.

Rosbergs Platz war immer in der Formel 1

Dies wird für Rosberg, der die Beraterfunktion zusammen mit Kubicas langjährigem Manager Alessandro Alunni Bravi ausführen wird, allerdings eine schwere Aufgabe. Das für Kubica angedachte zweite Renault-Cockpit neben dem Emmericher Nico Hülkenberg wird durch den bevorstehenden großen Motorendeal rund um den Traditionsrennstall McLaren wohl durch den Toro-Rosso-Fahrer Carlos Sainz jr. blockiert. Der Verkündung des großen Kuhhandels mit Teams, Motoren und Fahrern wird ebenfalls noch rund um den Großen Preis von Singapur an diesem Wochenende erwartet.

Bereits kurz nach seinem überraschenden Rücktritt im Dezember hatte Rosberg angekündigt, dass die Königsklasse weiterhin einen festen Platz in seinem Leben einnehmen solle. "Die Formel 1 war bis heute mein Leben, und ich würde gerne weiterhin eine Rolle in diesem Sport spielen", hatte der ehemalige Mercedes-Pilot im Februar gesagt. Diese Rolle hat er nun gefunden.

Es ist außerdem bezeichnend, dass Rosberg in seinem bislang einzigen Tweet zu diesem Thema ausgerechnet Hamilton erwähnt. Mit dem Briten hatte er von 2013 bis 2016 vier turbulente Jahre bei Mercedes erlebt. Begleitet von Differenzen auf und neben der Strecke gewann Hamilton 2014 und 2015 den Titel, im vergangenen Jahr krönte sich Rosberg erstmals zum Champion. Nun will er offensichtlich Kubica trotz dessen fortgeschrittenen Alters gegen Hamilton in Position bringen.

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