Formel 1: London bringt sich für GP von Großbritannien ins Gespräch

SID
Formel 1: London bringt sich für GP von Großbritannien ins Gespräch

Nach dem drohenden Formel-1-Ausstieg von Silverstone hat Londons Bürgermeister Sadiq Khan die englische Millionen-Metropole als potenziellen neuen Austragungsort für den Großen Preis von Großbritannien ins Spiel gebracht. "Es gibt einige Hürden zu überwinden, aber es gibt keinen Grund, warum wir keinen Grand Prix organisieren könnten. Warten Sie nur ab", sagte Khan bei einer Werbeveranstaltung in London zum britischen TV-Sender Sky Sports.
Khan freue sich bereits auf Gespräche mit Liberty Media, den Eigentümern der Rennserie. Diese soll es aber nur geben, wenn die Verhandlungen mit Silverstone scheitern. "Wenn sie mit mir sprechen wollen, würde ich mich glücklich schätzen, mit ihnen zu sprechen, ihnen zuzuhören, und mit ihnen zu arbeiten, damit es klappt", wird Khan vom Fachmagazin Speedweek zitiert: "Ich bin mir sicher, dass die Formel 1 in Zukunft ein Rennen in London haben kann."
Zugleich lobte Khan die Nachfolger von Bernie Ecclestone in den höchsten Tönen. "Mit ihnen weht ein neuer Wind, sie haben aufregende Ideen", sagte der Politiker. Das war am Mittwoch zu sehen: 100.000 Fans kamen ins Herz der Stadt und sahen eine spektakuläre PS-Show von WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel und Co., bei der reichlich Gummi in den Asphalt gebrannt wurde.
"Es war sehr besonders, sie haben die ganze Innenstadt für uns abgesperrt", sagte Vettel, der vor dem Großen Preis von Silverstone am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Sky) ein paar Runden drehte: "Es hat großen Spaß gemacht, so nahe bei den Leuten zu sein." Nicht beim Spektakel dabei war ausgerechnet Lokalmatador Lewis Hamilton, der sich einen Urlaubstag nahm.
Die Eigentümer des Silverstone Circuit, der British Racing Drivers' Club (BRDC), hatten am Dienstag angekündigt, dass sie ab 2020 den Großen Preis von Großbritannien ohne eine Verbesserung des finanziellen Angebots von Liberty Media nicht mehr ausrichten würden. Vorsorglich kündigte der BRDC den noch bis 2026 laufenden Vertrag mittels einer Ausstiegsklausel schon zu 2019.