F1-Absage mit Folgen: Kritik aus Schumachers Team

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F1-Absage mit Folgen: Kritik aus Schumachers Team
F1-Absage mit Folgen: Kritik aus Schumachers Team

Der Große Preis von Australien findet auch in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht statt - der Rekord-Kalender mit 23 Rennen soll aber dennoch durchgedrückt werden.

Die erneute Absage des Rennens in "Down Under" sorgt für einige offene Fragen, was die Neuplanung der Saison angeht. Und für Kritik am Umgang mit denen, die die Folgen ausbaden müssen (Alles Wichtige zur Formel 1).

Australien-Absage "große Enttäuschung"

Wie die Organisatoren am Dienstag mitteilten, musste das Australien-Rennen aufgrund der Einschränkungen und logistischen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Coronakrise abgesagt werden. Das traditionelle Auftaktrennen der Saison im Albert Park war zuvor bereits von März in den November verschoben worden.

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Bereits in der vergangenen Saison hatte das Rennen in Melbourne abgesagt werden müssen. "Es ist eine große Enttäuschung für alle Fahrer, dass wir im November nicht nach Australien kommen werden, aber wir verstehen die Gründe", sagte der australische McLaren-Pilot Daniel Ricciardo.

Besonders die strengen Einreisebestimmungen inklusive verpflichtender zweiwöchiger Quarantäne waren ein Hauptgrund für die Absage. "Wir sind uns der Herausforderung bewusst, vor der Australien mit den aktuellen internationalen Reisebeschränkungen steht und wissen um die Bedeutung von Impfungen", sagte Paul Little, Vorsitzender des Veranstalters.

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Der Große Preis von Australien hätte am 21. November stattfinden sollen, auch das geplante Rennen der MotoGP Ende Oktober wurde abgesagt.

Zweites Rennen in Austin oder Bahrain?

Dennoch soll die F1-Saison wie geplant mit 23 Rennen zu Ende geführt werden. "Obwohl es enttäuschend ist, dass wir in dieser Saison nicht in Australien fahren werden, sind wir zuversichtlich, dass wir 2021 eine Saison mit 23 Rennen bieten können", sagte Stefano Domenicali, Geschäftsführer der Formel 1.

Es gebe "eine Reihe von Optionen, um den Platz zu ersetzen", ergänzte er, in den "kommenden Wochen" werde eine Entscheidung fallen.

Die Alternativen? Längst wird ein zweites Rennen im texanischen Austin gehandelt, das neben dem Lauf in Mexiko stattfinden könnte. Auch ein weiteres Gastspiel in Bahrain ist denkbar, dieses würde wohl neben den Rennen in Saudi-Arabien und Abu Dhabi am Saisonende stehen. Auch China, schon zu Jahresbeginn abgesagt, wartet offiziell ja noch auf Wiedereinlass, das wirkt allerdings sehr unwahrscheinlich.

Noch das ein oder andere weitere Rennen im Herbst scheint indes mindestens fraglich. Istanbul (3. Oktober) und Suzuka (10. Oktober) gehören dazu, vor allem aber Mexiko-Stadt (31. Oktober) und Sao Paulo (7. November). Die Bosse der Formel 1 werden um jedes einzelne kämpfen, denn jedes einzelne bringt Millionen-Zahltage.

Schumachers Stratege bei Haas übt Kritik

Bei den Teams, die 23 Wochen im Jahr um die Welt reisen sollen, hält sich die Freude in Grenzen. Gerade hat die Formel 1 drei Rennen in 15 Tagen absolviert, den ersten sogenannten Triple Header der Saison. Nach jetzigem Stand kommen in der vollgepackten zweiten Jahreshälfte drei weitere dazu, je nach Ersatzort für Australien könnten es auch vier werden.

Einst galt in der Formel 1: Solche Dreierpacks sind nur in absoluten Ausnahmefällen möglich, viel zu groß ist die Belastung für das Personal angesichts von Auf-, Abbau und Transport des gesamten Fahrerlagers innerhalb weniger Tage und Nächte.

Mike Caulfield, einer der Strategen des Haas-Teams, twitterte am Dienstag schon mal einen Hilferuf. "Wir haben gerade erst einen Triple Header hinter uns", schrieb er, "und die Mehrheit des Fahrerlagers lief schon herum wie Zombies. Das ist nicht nachhaltig."

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