Formel 1: Mit der Geduld am Ende

Max Verstappen hatte wenig Glück in dieser Saison

Spa.  Ausflüchte sind nicht das Ding des Niederländers Max Verstappen (19), eher das Gegenteil: Der Formel-1-Pilot geht keinem Konflikt auf der Rennstrecke aus dem Weg. In Ungarn, dem letzten Rennen vor der Sommerpause, knallte er seinem Red-Bull-Kollegen Daniel Ricciardo ins Auto. Wie das die beiden geregelt haben? "Marihuana", antwortet der Australier vor dem Großen Preis von Belgien am Sonntag, "Max hat zwar gesagt, dass er mir ein Bier ausgeben will, aber letztlich war es ein Joint. Daran kommt man in Holland leichter."

In Wahrheit haben sich beide nur die Hände geschüttelt. Der Witz ist nur Ablenkung. Ricciardo missfällt den Fahrstil des Youngsters, der mit 17 jüngster Pilot der Historie war: "Wenn er zurückfällt, will er um jeden Preis sofort wieder die Position gutmachen. Vielleicht ist das eine Schwäche, die der Jugend geschuldet ist. Die jüngeren Fahrer wollen heute sich direkt einen Namen machen."

Die wenigsten Kilometer von allen

Geduld, das weiß Verstappen vom Papa, ist nicht immer eine Tugend im Motorsport. Jos Verstappen hatte zwar Talent, fuhr der Karriere aber acht Rennjahre hinterher. Jetzt muss der Sohn die Träume erfüllen, er wird seit der Kartbahn daraufhin getrimmt. Schnell hatte Max den Aufstieg zu Red Bull geschafft und dort auf Anhieb gewonnen. In dieser Saison verharrt er auf einem Plateau – einmal Dritter, aber auch fünf Ausfälle – nur WM-Sechster. 1959 Kilometer in elf Rennen hat er nur bestritten – die wenigsten aller 20 Stammpiloten. Ob er ein Durchstarter...

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