Formel 1: Das sind die Fahrerpaarungen für 2018

Fast alle Teams haben ihre Fahrerpaarungen für die Formel-1-Saison 2018 bekanntgegeben. SPOX verschafft euch einen Überblick zum Fahrermarkt der Königsklasse.

Fast alle Teams haben ihre Fahrerpaarungen für die Formel-1-Saison 2018 bekanntgegeben. SPOX verschafft euch einen Überblick zum Fahrermarkt der Königsklasse.

Für die Formel-1-Saison 2018, welche am 25. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne startet, sind bisher 19 Cockpits fest vergeben. Kein Platz mehr ist bei Mercedes, Ferrari, Red Bull, Force India, Renault, Haas, McLaren, Toro Rosso und Sauber. Nur bei Williams existiert noch ein Fragezeichen. Unten ist die Lage der einzelnen Rennställe genauer erläutert.

Formel-1-Fahrer 2018 - Fahrerfeld und Teams im Überblick:

Team Fahrer Fahrer
Mercedes Lewis Hamilton Valtteri Bottas
Ferrari Sebastian Vettel Kimi Räikkönen
Red Bull Max Verstappen Daniel Ricciardo
Force India Sergio Perez Esteban Ocon
Williams Lance Stroll offen
Renault Nico Hülkenberg Carlos Sainz Junior
Toro Rosso Pierre Gasly Brendon Hartley
Haas Romain Grosjean Kevin Magnussen
McLaren Fernando Alonso Stoffel Vandoorne
Sauber Marcus Ericsson Charles Leclerc

Mercedes AMG Petronas Motorsport

  • Lewis Hamilton: Der Engländer sitzt seit 2013 im Silberpfeil. Seitdem wurde er zwei Mal Weltmeister (2014, 2015), ein Mal Vizeweltmeister (2016) und ein Mal WM-Vierter. Auch in diesem Jahr kämpft Hamilton um den Titel. Sein Vertrag bei Mercedes läuft bis inklusive 2018.
  • Valtteri Bottas: Nach dem überraschenden Rücktritt von Nico Rosberg im Dezember 2016 verpflichtete Mercedes den Finnen als Nachfolger. Mit zwei Siegen und zwei Pole Positions hat Bottas die Stuttgarter in seinem Debütjahr überzeugt und sich so für eine Vertragsverlängerung empfohlen. Damit startet der Mann mit der Nummer 77 auch 2018 im Mercedes.

Scuderia Ferrari

  • Sebastian Vettel: Der Heppenheimer greift seit 2015 ins Lenkrad der Italiener. Nach teils frustrierenden ersten Jahren bei Ferrari steckte Vettel 2017 mitten im Titelkampf. Im August verlängerte er seinen Vertrag bei Ferrari schließlich vorzeitig bis 2020.
  • Kimi Räikkönen: Vettels Teamkollege wird auch im kommenden Jahr Räikkönen sein. Der Iceman kann zwar nicht mehr an die Ergebnisse aus der Vergangenheit anknüpfen, ist für Ferrari aber ein sicherer Punktelieferant, der sich zudem gut mit Vettel versteht und diesen in einem möglichen WM-Kampf unterstützen wird. Räikkönens Vertrag wurde bis zum Ende der Saison 2018 verlängert.

Aston Martin Red Bull Racing

  • Daniel Ricciardo: Eigentlich wollte der Australier 2017 um den Titel fahren. Daraus wurde nichts, nun soll es 2018 klappen - auch dann ist Ricciardo bei Red Bull unter Vertrag.
  • Max Verstappen: Der Youngster hat in dieser Saison das Pech an seinen Reifen kleben. Kein Wunder also, dass Verstappen mit Wechselabsichten in Verbindung gebracht wurde. Doch Pustekuchen: Der Niederländer hat mittlerweile die Rennen in Sepang und Mexiko gewinnen können und seinen Vertrag bei den Bullen bis 2020 verlängert.

Force India F1 Team

  • Sergio Perez: Der Mexikaner geht nach einigen Scharmützeln mit seinem Teamkollegen in seine fünfte Saison mit Force India, wo er sicher bis Ende 2018 fahren wird. Für die Jahre danach will er sich alle Möglichkeiten offen halten.
  • Esteban Ocon: Der Mercedes-Junior debütierte 2016 in der Königsklasse. Nach einem halben Jahr beim Hinterbänklerteam Manor verpflichtete ihn Force India, wo er nun seine erste komplette Saison fährt. Mit guten Leistungen empfahl er sich für ein weiteres Jahr bei dem Privatrennstall.

Renault Sport Formula One Team

  • Nico Hülkenberg: Der "Rekordhalter" mit den meisten Rennen ohne Podiumsplatz unterschrieb im Oktober 2016 einen Vertrag für "2017 und darüber hinaus", heißt es auf der Homepage von Renault. Damit ist klar: Auch im kommenden Jahr wird der Emmericher für das französische Team an den Start gehen.
  • Carlos Sainz Jr.: Da Toro Rosso den Motoren-Vertrag mit Renault nicht verlängerte, bekommt das Weltmeisterteam von 2005 und 2006 im Gegenzug Carlos Sainz Jr. als neuen Fahrer. Ursprünglich erst für die Saison 2018 geplant, steigt der Spanier bereits zum diesjährigen US-GP in den Franzosen-Flitzer. Jolyon Palmer musste sein Cockpit damit vorzeitig räumen.

Haas F1 Team

  • Romain Grosjean: Der Franzose feierte 2009 sein Debüt in der Formel 1. Zur Saison 2016 ging es für ihn zum neugegründeten US-Rennstall Haas. Hier wird Grosjean auch 2018 um Positionen kämpfen.
  • Kevin Magnussen: Teambesitzer Gene Haas setzt auf Kontinuität und gab auch Kevin Magnussen einen Vertrag für 2018.

McLaren Formula 1 Team

  • Stoffel Vandoorne: Trotz Anlaufschwierigkeiten zeigt sich McLaren überzeugt vom Potenzial des Youngsters und gibt ihm einen Vertrag für 2018.
  • McLaren hat die Motoren-Partnerschaft mit Honda aufgekündigt, und wird in den nächsten drei Jahren mit Renault-Aggregaten beliefert. Dies hat die Chancen auf einen Verbleib von Fernando Alonso bei McLaren wohl deutlich erhöht. Der Asturier fährt auch nächste Saison für den britischen Rennstall - und darf sich offenbar über eine nette Gage freuen.
  • Hinter den beiden gesetzten Fahrern hat sich McLaren eines der größten Motosport-Talente geschnappt. Der 17-jährige Landon Norris wird in der kommenden Saison der Test- und Ersatzfahrer für das Team.

Williams Martini Racing

  • Felipe Massa hatte seine Karriere eigentlich schon beendet, hängte aber letztlich doch noch ein Jahr dran. Der plötzliche Rücktritt von Nico Rosberg machte den Wechsel von Valtteri Bottas zu Mercedes perfekt, und Williams stand auf einmal mit nur einem Piloten da. Massa konnte überredet werden, 2017 mit Lance Stroll das Williams-Fahrerduo zu bilden. Da der Brasilianer eine teurere Alternative zu seinen Kontrahenten um ein Cockpit ist, haben Paul di Resta, Robert Kubica und Jolyon Palmer wohl bessere Chancen. Doch nach dem fixen Rauswurf von Daniil Kvyat bei Toro Rosso wird auch der Russe ein Wörtchen mitreden wollen, die Verantwortlichen bei Williams liebäugeln möglicherweise mit einer Verpflichtung Kvyats.
  • Der Kanadier Stroll hatte sich nach Anfangsschwierigkeiten in der Formel 1 gut eingelebt, mit einem Podiumsplatz in Baku für Aufsehen gesorgt. Er wird einen Platz für 2018 bei Williams zu bekommen, wohl auch aufgrund seines dicken Geldbeutels. Eine Vertragsverlängerung ist nur noch Formsache.

Scuderia Toro Rosso

  • Wildes Stühlerücken gibt es bei Toro Rosso. Das Red-Bull-Farmteam holte Nachwuchsfahrer Pierre Gasly ins Boot und ließ ihn in Malaysia und Japan für Daniil Kvyat fahren. Mittlerweile hat sich das Team festgelegt, dass Gasly auch 2018 einen Toro Rosso steuern wird.
  • Gasly selbst war in der diesjährigen Super-Formula-Meisterschaft aktiv, weshalb der Neuseeländer Brendon Hartley in Austin etwas überraschend zu seinem Formel-1-Debüt kam. Mit Sainz' vorzeitigem Abschied bekam auch Kvyat eine weitere Chance, doch Platz 10 beim US-GP war wohl sein letztes Resultat in einem Toro Rosso. "Wir wollen sie für den Rest der Saison testen, weil sie mit hoher Wahrscheinlichkeit auch die Fahrerpaarung für 2018 sind", sagt Teamchef Franz Tost über die Fahrerpaarung Hartley/Gasly. Toro Rosso lässt diesen Worten auch Taten folgen, auch Hartley ist für die kommende Saison mittlerweile bestätigt.

Sauber F1 Team

  • Pascal Wehrlein hat seinen Platz bei Sauber endgültig verloren. Stattdessen übernimmt Ferrari-Nachwuchsfahrer Charles Leclerc sein Cockpit. Die Verpflichtung liegt nahe: Der Schweizer Rennstall erhält seine Motoren von Ferrari, entsprechend gewillt war die Scuderia, einen ihrer Jungpiloten bei Sauber unterzubringen.
  • Das zweite Cockpit geht an Marcus Ericsson, der dank seines schwedischen Sponsors Geld in die klammen Kassen des Privatteams spült.

Welche Fahrer suchen noch ein Formel-1-Cockpit für 2018?

Neben den Genannten haben folgende Fahrer (kleine) Außenseiterchancen auf ein Auto in der kommenden Saison:

Fahrer GP-Starts Nationalität
Daniil Kvyat
Esteban Gutierrez 59 Mexiko
Jean-Eric Vergne 58 Frankreich
Nelson Piquet Jr. 28 Brasilien
Lucas di Grassi 18 Brasilien
Lucas Auer 0 Österreich
George Russell 0 Großbritannien
Oliver Rowland 0 Großbritannien
Artjom Markelow 0 Russland
Nikita Masepin 0 Russland
Nicholas Latifi 0 Kanada
Gustav Malja 0 Schweden
Nobuharu Matsushita 0 Japan

Wann verkünden die Teams ihre Fahrerpaarung in der Formel 1?

Der Zeitpunkt der Bekanntgabe obliegt den Teams. Die meisten Teams schafften bereits während der laufenden Saison Klarheit bezüglich ihrer Cockpitbesetzung. Bis das komplette Fahrerfeld für die Saison 2018 feststeht, kann es aber bis Dezember dauern. Immerhin läuft das sportliche Geschehen in diesem Jahr noch bis zum Großen Preis von Abu Dhabi am 26. November.

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