Formel 1: Ecclestone: Schwulen-Spruch und Hitler-Erklärung

Der frühere Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone hat einmal mehr mit einem Interview für Kopfschütteln gesorgt. Der 87-Jährige versuchte unter anderem erfolglos, seine früheren Hitler-Aussagen zu rechtfertigen.

Der frühere Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone hat einmal mehr mit einem Interview für Kopfschütteln gesorgt. Der 87-Jährige versuchte unter anderem erfolglos, seine früheren Hitler-Aussagen zu rechtfertigen.

Einst sorgte Ecclestone mit einem Lob für den "anpackenden Adolf Hitler" für Empörung. Nun wurde der Engländer noch einmal darauf angesprochen.

"Die Sache mit Hitler wurde falsch interpretiert", sagte Ecclestone der Welt: "Sie hatten mich gebeten, Namen von historischen Persönlichkeiten zu nennen, die Nägel mit Köpfen gemacht haben. Ich nannte Thatcher und auch Hitler: Der hatte ein bankrottes Land übernommen und es wieder hochgezogen. Er wusste, wie man etwas anpackt, daran besteht kein Zweifel. Ich habe nie bestritten, dass er viele andere Dinge getan hat, auf die niemand stolz sein kann."

Der Mann aus Ipswich lästerte außerdem über seine Nachfolger, den neuen Formel-1-Rechteinhaber Liberty Media. Diese hätten sein "Vier-Sterne-Restaurant" in "McDonald's" verwandelt, schimpfte er.

Schwulen-Spruch über Force India

Besonders empörte sich Ecclestone über das Auftreten der beiden Force-India-Piloten Sergio Perez und Esteban Ocon, die aufgrund des Sponsors BWT 2017 im rosa Rennoverall unterwegs sind. "Irgendwann habe ich gesehen, wie zwei Force-India-Piloten heraussprangen, beide ganz in Rosa. Und ich dachte: endlich mal ein nettes Paar schwule Piloten in der Formel 1", so der frühere Motorsport-Funktionär.

Und Ecclestone weiter: "So etwas ziehen die Fahrer nicht an! Wenn ich noch irgendetwas damit zu tun gehabt hätte, ich hätte sie zurückgeschickt, damit sie sich wieder umziehen. Das ist keine angemessene Weise, sich anzuziehen, hätte ich ihnen gesagt. In der Formel 1 gibt es einen gewissen Machismo, und den muss man respektieren."

"Einen respektlosen Sinn für Humor"

Generell findet der Brite, dass er sehr oft falsch verstanden wird. Das gelte beispielsweise auch für seine einstige Aussage über Frauen, die seiner Meinung nach in die Küche gehören.

"Das mit den Frauen war genau wie das mit den schwulen Piloten nur ein Witz. Ich habe einen etwas respektlosen Sinn für Humor. Es tut mir leid, wenn jemand den nicht versteht. Das passiert recht oft, vor allem mit den Amerikanern", erklärte Ecclestone.

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