Formel 1: Bottas mit Trainings-Bestzeit in Silverstone - Vettel Vierter

SID
Formel 1: Bottas mit Trainings-Bestzeit in Silverstone - Vettel Vierter

Fünf Tage nach seinem Sieg in Österreich hat Mercedes-Pilot Valtteri Bottas zum Auftakt des Großen Preises von Großbritannien erneut das Geschehen bestimmt. Der Finne setzte im freien Training in Silverstone in 1:28,496 Minuten die Bestzeit und landete hauchdünn vor Teamkollege Lewis Hamilton (Großbritannien), der auf seiner Heimstrecke nur 0,047 Sekunden dahinter lag. WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel (Heppenheim) wurde im Ferrari mit 0,460 Sekunden Rückstand Vierter.
Allerdings geht der Finne Bottas mit einem großen Handicap ins Qualifying am Samstag - weil an seinem Mercedes ein unerlaubter Getriebewechsel durchgeführt wurde, wird er um fünf Plätze strafversetzt. Dies teilte sein Rennstall am Freitagabend mit.
Auch Vettel war "nicht zufrieden", wie der Heppenheimer betonte: "Das war ein durchwachsener Tag und wir müssen uns noch ein bisschen steigern." Die Scuderia habe "verschiedene Dinge probiert" und kam erst am Nachmittag besser zurecht. In Vettels Auto kam dabei ein neuer Motor zum Einsatz. "Am Freitag fährt man noch nicht mit der Maximalleistung. Er hat funktioniert und wir hatten damit keine Probleme."
Vettel testete am Freitagmorgen zunächst als erster Fahrer den neuen Cockpitschutz Shield, dieser wurde jedoch recht schnell wieder abmontiert. Anschließend ruinierte sich der 30-Jährige bei einem Abflug von der Piste einen Reifensatz, am Auto entstanden jedoch keine Schäden. Der viermalige Weltmeister konnte den Tag normal beenden. Trotzdem musste er sich auch hinter seinem Teamkollegen Kimi Räikkönen (Finnland) einordnen, der Platz drei belegte.
Vor dem zehnten von 20 Saisonläufen führt Vettel (171 Punkte) in der WM-Wertung mit 20 Zählern vor Hamilton (151), dahinter folgt Bottas (136), der in beiden Trainingseinheiten vorne lag. Während Hamilton von seinen vier Silverstone-Siegen zuletzt drei in Folge feierte, stand Vettel einzig 2009 mit Red Bull ganz oben auf dem Podest.
Nico Hülkenberg (Emmerich) kam zu Beginn des Rennwochenendes in seinem Renault auf Platz sieben. Pascal Wehrlein (Worndorf) beklagte sich am Morgen über Probleme mit dem Getriebe und belegte auf dem Hochgeschwindigkeitskurs nordwestlich von London nur den 20. und damit letzten Rang.