Formel 1: Alle Augen auf Lewis Hamilton

Lewis Hamilton genießt die Ovationen seiner Fans in Silverstone

Silverstone.  Die Ausnahmestellung von Lewis Hamilton wurde beim Showlaufen am Trafalgar Square mal wieder deutlich, durch simples Abzählen: Am Mittwoch präsentierten sich 19 von 20 Piloten, die beim Großen Preis von Großbritannien antreten werden, dem Publikum in London. Die neuen Eigentümer der Formel 1 wollten ihnen mit dem City-Spektakel beweisen, dass es ihnen Ernst ist mit der Nähe zum Fan.

Aber was ist die Formel 1 ohne ihre Nummer Eins (auch wenn Hamilton nach Punkten derzeit nur WM-Zweiter ist)? Der erfolgreichste Grand-Prix-Pilot Großbritanniens jettete lieber mit ein paar Freunden nach Griechenland und postete Partyfilmchen. Das spaltet die Fangemeinde mal wieder. Hamilton ist – wie Gegenspieler Vettel – Champion im Polarisieren.

Der Brite sagt, er brauche die Pause. Mag schon sein: Aber er braucht auch die Aufmerksamkeit – und irgendwie braucht er es auch, unter Druck zu stehen. Die zumeist gespielte Empörung über sein Fernbleiben bei der PS-Show trägt dazu bei. Schwierige Situationen holen das Beste aus ihm heraus, auf der Strecke ist das als "Hammer-Time" gefürchtet. Und abseits der Piste, wo es keinen Sebastian Vettel gibt, der ihm das Leben schwermacht, da holt er sich die Energie dadurch, dass er sich in kein Raster pressen lässt. Die Veranstalter in London hatten Plakate mit seinem Konterfei drucken lassen, aber Hamilton bat letzte Woche schon den Mercedes-Teamchef Toto Wolff um die Freistellung – und bekam sie.

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