Forderung nach begleitetem Fahren ab 17 auch im Lkw

Auch Minderjährige sollen in Deutschland nach Auffassung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats einen großen Lkw steuern dürfen. In dem Gremium sind Vertreter der Verkehrsministerien, von Versicherungen und Fahrzeugherstellern organisiert

Auch Minderjährige sollen in Deutschland nach Auffassung des Deutschen Verkehrssicherheitsrats einen großen Lkw steuern dürfen. Das Gremium, in dem Vertreter der Verkehrsministerien, von Versicherungen und Fahrzeugherstellern organisiert sind, empfiehlt einem Bericht der "Welt am Sonntag" zufolge, das begleitete Fahren auch im Lkw zuzulassen. Damit soll die Nachwuchsgewinnung der Speditionsbranche gefördert werden.

"Das begleitete Fahren ab 17 Jahren im Pkw hat sich bewährt. Deshalb empfehlen wir, es auch im Lkw einzuführen", sagte Jürgen Bente, Referatsleiter für fahrpraktische Programme im Deutschen Verkehrssicherheitsrat, der "WamS". Nach der bestandenen Führerscheinprüfung dürften dann angehende Berufskraftfahrer ab 17 Jahren einen Lkw steuern, wenn ein Kollege mit Fahrerlaubnis auf dem Beifahrersitz mitfährt.

Jungen Auszubildenden wie auch den Unternehmen würde diese Erlaubnis neue Möglichkeiten eröffnen. "Für Schulabgänger würde der Berufskraftfahrer dadurch attraktiver werden", sagte Bente. Die Führerscheinregeln müssten allerdings auf Ebene der Europäischen Union geändert werden. Sollte eine EU-Initiative zum begleiteten Fahren im Lkw zu viel Zeit in Anspruch nehmen, bliebe Deutschland aber der Weg, einen eigenen Versuch starten.