Ford Kuga (2020): Neue günstige Versionen ab 26.300 Euro

de.info@motor1.com (Stefan Leichsenring)
Ford Kuga ST-Line X Plug-In Hybrid (2020) On Location

Alles zu Motorisierungen, Hybridversionen und Ausstattungen (Update)

Der neue Ford Kuga startet am 25. April 2020. Die dritte Generation des Kompakt-SUVs kommt gleich mit drei verschiedenen Hybridsysteme auf den Markt: als Kuga Plug-in Hybrid, als Kuga EcoBlue Hybrid (Diesel mit Mildhybridsystem) und als Kuga Hybrid (als Vollhybrid).

Erste Bilder und Infos gab es schon im April 2019, im Herbst folgten erste Preise. Nun kommen neue Versionen hinzu, wodurch der Grundpreis von 31.900 auf 26.300 Euro sinkt.

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Technische Basis für die neue Version ist die C2-Plattform, auf der auch der neue Focus aufbaut, was man auf unserem Vergleichsbildern erkennt (Focus in Blau, Kuga in Rot):

Ford Kuga 2019 Front
Ford Focus 2018 Front

Der neue Kuga wächst um neun Zentimeter auf 4,61 Meter – damit ist er etwa zehn Zentimeter länger als der Segmentbestseller Tiguan. Der Radstand verlängert sich um 20 Millimeter auf 2.710 Millimeter. Die Rückbank ist (wie beim Tiguan) längs verschiebbar. Per Auslösemechanismus lassen sich die hinteren Sitze zudem zu einem ebenen Ladeboden umklappen. Das Kofferraumvolumen sinkt trotz der gewachsenen Außenmaße, was aber an der verschiebbaren Rückbank liegen könnte. Ford gibt jedenfalls nunmehr 435 bis 1.534 Liter an, bisher lag das Volumen bei 456 bis 1.653 Liter.

Ford Kuga 2019

Serienmäßig: Verschiebbare Sitze wie beim Tiguan

Antriebe

Derzeit gibt es zwei Turbobenziner (Ecoboost), drei Diesel (Ecoblue) und einen Plug-in-Hybrid; ein Vollhybrid ist angekündigt, es gibt aber noch keine Details dazu:

  Leistung / Drehmoment Antrieb / Getriebe Basispreis (Ausstattung) 1.5 Ecoboost 120 PS / 240 Nm Front / 6-Gang  26.300 € (Trend) 1.5 Ecoboost 150 PS / 240 Nm Front / 6-Gang 30.100 € (Cool & Connect) 1.5 Ecoblue 120 PS / 300 Nm Front / 6-Gang 30.700 € (Cool & Connect) 1.5 Ecoblue Autom. 120 PS / 300 Nm Front / 8-Gang-Autom. 32.700 € (Cool & Connect) 2.0 Ecoblue Hybrid (mHEV) 150 PS / 370 Nm Front / Schaltung  32.600 € (Cool & Connect) 2.0 Ecoblue 190 PS / 400 Nm Allrad / 8-Gang-Autom. 39.500 € (Titanium) 2.5 PHEV (Plug-in-Hybrid) 225 PS / k.A. Front / CVT 39.300 € (Titanium) (Vollhybrid) (225 PS?) (Front / CVT) k.A. (ab Ende 2020) (Vollhybrid) (225 PS?) (Allrad / CVT) k.A. (ab Ende 2020)

Alle Versionen erfüllen die Abgasnorm Euro 6d-Temp. Dazu haben auch die Benziner einen Partikelfilter an Bord. Zu den Besonderheiten des 1.5 Ecoboost gehört die Zylinderabschaltung: Im Teillastbetrieb wird einer von den drei Zylindern stillgelegt, was Sprit spart. Der Motor besitzt auch eine Kombination aus Saugrohr- und Direkteinspritzung. Den 2.0 Ecoblue wird es nur als Allradler geben. Neben einer Sechsgang-Schaltung wird eine Achtgang-Automatik angeboten, allerdings nur für die beiden Diesel. 

Bereits Anfang 2019 hat Ford angekündigt, dass – beginnend mit dem Ford Focus – jede Pkw- und Nutzfahrzeug-Baureihe künftig mindestens eine elektrifizierte Variante bekommt. Der Kuga ist sogar mit drei Hybrid-Optionen lieferbar: Mild-, Voll- und Plug-in-Hybrid.

Mildhybrid, Hybrid und Plug-in-Hybrid

Der Kuga 2.0 Ecoblue Hybrid ist kein richtiger Hybrid, sondern ein Diesel mit 48-Volt-Mildhybridsystem. Dem 2,0-Liter-Turbodiesel mit 150 PS wird hier ein riemengetriebener Starter-Generator (RSG) zur Seite gestellt. Ähnlich wie bei den Mildhybrid-Versionen auf Basis des 1.0 Ecoboost ersetzt der RSG die Lichtmaschine, dient zur Rekuperation und unterstützt den Antrieb bei niedrigen Drehzahlen mit zusätzlichem Drehmoment. Als Energiespeicher dient ein luftgekühlter 48-Volt-Lithium-Ionen-Akku. Der Spritverbrauch liegt bei 4,3 Liter/100 km (111 g/km CO2). Damit ist der Normverbrauch einen halben Liter geringer als beim 40 PS stärkeren 190-PS-Diesel (4,8 Liter, 127 g/km).

Ford Kuga ST-Line X Plug-In Hybrid (2020) On Location

Der Kuga 2.5 PHEV hat einen Plug-in-Hybridantrieb. Er kombiniert einen 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner, der nach dem Atkinson-Prinzip arbeitet, mit einer E-Maschine und einer Lithium-Ionen-Batterie (14,4 kWh). Die Systemleistung liegt bei 225 PS, die elektrische Reichweite wird mit 56 Kilometer nach WLTP angegeben. Das Aufladen an der 230-Volt-Steckdose dauert rund vier Stunden. Vier verschiedene Modi sind wählbar: EV Auto, EV Now, EV Later und EV Charge. Ist die Batterie so gut wie leer, wechselt der Kuga automatisch in den EV Auto-Modus. Dann schaltet sich der Benzinmotor wieder zu. Der Kofferraumvolumen der Plug-in-Hybrid-Version ist mit 405 bis 1.481 Liter wie üblich etwas kleiner als bei den normalen Antrieben. Das gleiche gilt für den Kraftstofftank (45 statt 54 Liter).

Der Kuga mit Vollhybrid-Antrieb folgt erst Ende 2020. Er bekommt die gleichen Komponenten wie die Plug-in-Version: 2,5-Liter-Benziner, E-Maschine und Lithium-Ionen-Akku. Auch das von Ford entwickelte, stufenlose automatische Getriebe wird vom Plug-in-Hybrid übernommen. Der Kuga Hybrid wird als Fronttriebler und als Allradler angeboten. Ford rechnet mit einem Verbrauch von 5,6 Liter/100 km (130 g/km CO2).

Cockpit

Im Cockpit gibt es serienmäßig einen Acht-Zoll-Touchscreen. Optional angeboten werden ein 12,3-Zoll-Display, das die konventionellen Instrumente ersetzt, sowie ein Head-up-Display auf Basis einer Plexiglasscheibe angeboten. Die Automatikversionen haben serienmäßig einen Drehschalter zum Aktivieren des Modus (P, N, R, D).

Ford Kuga 2019

Instrumentendisplay und Drehschalter fürs Automatikgetriebe

Technik

Zum sonstigen Technikangebot gehören eine sensorgesteuerte Heckklappe und eine Geräuschkompensation über Interferenz (Active Noise Cancellation). Teilautonom fahren kann der Kuga mit der Kombination aus Spurhalteassistent und intelligentem Abstandstempomaten. Letzterer bezieht auch das (über Navi oder Verkehrsschilderkennung bekannte) Tempolimit mit ein. 

Der Einparkassistent übernimmt bei Automatik-Autos sogar das Gasgeben. Zu den weiteren Assistenz-Funktionen gehören ein Ausweich-Assistent und eine Falschfahrer-Warnfunktion. Die intelligenten LED-Scheinwerfer bieten die Funktionen Ausblendung des Gegenverkehrs und kamerabasiertes Kurvenlicht. Erstmals wird auch eine Sitzheizung für die äußeren Rücksitze angeboten. Je nach Variante darf der Kuga Anhänger bis zu 2.250 Kilo an den Haken nehmen. Dafür werden eine manuell abnehmbare sowie eine elektrisch schwenkbare Anhängerkupplung angeboten.

Ford Kuga ST-Line X Plug-In Hybrid (2020) On Location

Erstmals bekommt der Kuga (wie der Focus) auch einen Fahrmodus-Schalter, und zwar serienmäßig. Zu den vom Focus bekannten Einstellungen Normal, Sport und Eco kommen hier noch "Rutschig" sowie "Tiefschnee/Sand".

Ebenfalls vom Focus her bekannt ist "FordPass Connect". Dazu gehören ein WLAN-Hotspot für bis zu zehn Endgeräte, Echtzeit-Stauinfos fürs Navi sowie (über die FordPass App) Fahrzeugortung, Information über Fahrzeugdaten (Tankfüllung, Ölstand und mehr), Fernsteuerungsfunktionen (Ver- und Entriegeln des Autos) und eCall-Notruf.

Ausstattungen

Für den Kuga gibt es gleich sieben Ausstattungsversionen. Sie heißen Trend, Cool&Connect, Titanium, Titanium X, ST-Line, ST-Line X und Vignale. Dabei gibt es Trend nur für den 120-PS-Basisbenziner.

Bei Trend sind an Bord: 17-Zoll-Stahlräder, elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, Antikollisionssystem, Spurhalteassistent, Tempomat, schlüsselloses Startsystem, Audiosystem mit DAB-Radio und 2 USB-Anschlüssen, 8,0-Zoll-Touchscreen, Klimaanlage und die verschiebbaren Fondsitze.

Cool & Connect packt noch obendrauf: elektrische Anklappfunktion für die Außenspiegel, ein Navigationssystem mit Echtzeit-Stauinfos, eine kabellose Ladestation fürs Handy und Parkpiepser vorne und hinten.

Titanium bietet zusätzlich noch: 17-Zoll-Aluräder, Ambientelicht, schlüsselloses Zugangssystem und 2-Zonen-Klimaautomatik. Die PHEV-Version (die ab Titanium verfügbar ist) bekommt darüber hinaus noch ein kleines Instrumentendisplay (6,5 Zoll) und ein Ladekabel.

Titanium X basiert auf Titanium und umfasst außerdem ein Soundsystem von B&O, Leder-Stoff-Sitze, LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent und LED-Nebelscheinwerfer.  

ST Line basiert ebenfalls auf Titanium. Hier kommen hinzu: 17-Zoll-Aluräder, ein großes 12,3-Zoll-Instrumentendisplay, LED-Nebelscheinwerfer, Lederlenkrad, Alupedale, Schaltwippen am Lenkrad (Automatikversionen), ein Sportfahrwerk (nur bei den Fronttrieblern). 

ST Line X (siehe unsere Bildergalerie) basiert auf ST Line und fügt noch hinzu: ein Soundsystem von B&O, Kunstleder-Stoff-Sitze und LED-Scheinwerfer mit Fernlichtassistent.

Vignale bietet zusätzlich zu den Umfängen von Titanium X noch 18-Zoll-Alufelgen, adaptive LED-Scheinwerfer mit dynamischem Kurvenlicht, aktive Geräuschkompensation (nur Diesel und PHEV), Einparkassistent, Memoryfunktion für die Außenspiegel, das große 12,3-Zoll-Instrumentendisplay, Head-up-Display, sensorgesteuerte Heckklappe, Lederausstattung, elektrisch einstellbarer Fahrersitz mit Memoryfunktion und Sitzheizung vorne.

Die vielen Ausstattungen sollen offenbar die relativ kurze Extra-Liste kompensieren. Sie umfasst neben Paketen mit diversen Sicherheitsassistenten und Rädern nur wenige Elemente wie Anhängervorrichtung, Klimaautomatik, Parkpiepser und Schiebedach.