Der Fonds des „Wer wird Millionär?“-Produzenten sammelt 250 Millionen ein

Georg Räth
·Lesedauer: 1 Min.
Das Team von Endeit Capital beim Closing des neuen Fonds.
Das Team von Endeit Capital beim Closing des neuen Fonds.

Im TV-Geschäft ist Endemol ein riesiger Player, der Sendungen wie „Wer wird Millionär?“ oder „Big Brother“ produziert. In der Tech-Szene spielt der von dem Endemol-Gründer Joop van den Ende und Ex-Endemol-Manager Hubert Deitmers gestartete Fonds Endeit ebenfalls eine wichtige Rolle, fliegt dort aber teilweise unter dem Radar. Endemol selbst haben die Fonds-Gründer schon vor Jahren verkauft und von dem Geld Endeit mitfinanziert.

Spätestens jetzt mit dem Closing des dritten Fonds könnte sich der Bekanntheitsgrad erhöhen. Ganze 250 Millionen Euro stehen dem sogenannten Endeit Capital III zur Verfügung. Insgesamt sammelte Endeit seit Gründung im Jahr 2006 über eine halbe Milliarde Euro ein.

Der neue Fonds richtet sich an Tech-Startups, die aus Europa heraus zu globalen Marktführern werden sollen. Seinen Fokus setzt Endeit dabei auf die DACH-Region, Benelux und die Nordics. Mit dem dritten Fonds um das Team der beiden Partner Martijn Hamann und Philipp Schröder will sich Endeit jetzt verstärkt dem deutschen Markt widmen.

Millionen, um Startups in Europa zu halten

Startups, an denen sich der Fonds beteiligt, werden dabei mit zwischen drei und zwölf Millionen Euro unterstützt. Es geht also um Later-Stage-Investments, die sonst häufig unter anderem von US-amerikanischen VCs abgegriffen werden – in Europa gibt es einfach zu wenige Kapitalgeber mit entsprechend großem Volumen oder Risiko-Ambitionen. Endeit selbst nennt seine Portfolio-Unternehmen „Scale-Ups“, die die Startup-Phase verlassen haben.

Bisher investierte Endeit in 35 Startups, davon befinden sich noch elf in aktiver Beteiligung. Im Portfolio des deutsch-niederländischen Kapitalgebers finden sich unter anderem die Aktien-Invest-App Bux, der Luxusuhren-Shop Chronext, die On-Demand-Fertigung 3D Hubs oder die Marktforscher Metrixlab.