Wer folgt Coman & Nkunku? Die größten Talente von PSG

Wer folgt Coman & Nkunku? Die größten Talente von PSG
Wer folgt Coman & Nkunku? Die größten Talente von PSG

Kingsley Coman, Christopher Nkunku, Moussa Diaby - klangvolle Namen aus der Akademie von Paris Saint-Germain. Die PSG-Nachwuchsschmiede gehört ohne Zweifel zu den besten der Welt.

Zwar lassen die Pariser ihrer Eigengewächse immer wieder ziehen – gerade in die Bundesliga. Die Gründe sind allerdings nachvollziehbar: Kaum Chancen auf Spielzeit, Einnahmen aus dem Verkauf und die Tatsache, dass die Marke PSG lieber auf Mega-Stars wie Kylian Mbappé, Lionel Messi und Neymar setzt, als auf noch unbekannte Teenager.

Dennoch gibt es auch aktuell wieder eine Reihe an Top-Talenten aus der PSG-Akademie. SPORT1 stellt sie vor. (NEWS: Alle aktuellen Infos zur Ligue 1)

Gharbi technisch versiert

Ismaël Gharbi (offensives Mittelfeld, 18 Jahre alt, Marktwert: eine Millionen Euro lt. transfermarkt. de, Herkunft: Frankreich).

Gharbi ist ein starker Techniker und gesegnet mit einer super Intuition auf dem Platz. Er hat in jeder Situation spielerische Lösungen parat und spielt gute Pässe, meistens direkt.

Gharbis Ballführung ist sehr eng, jeder Schritt hat einen Kontakt und er kann super-schnell die Richtung wechseln. Dazu zeichnet ihn ein starker Abschluss mit dem rechten Fuß aus.

Gharbi trainiert regelmäßig bei den Profis mit, allerdings wurde er bisher nur sehr sporadisch von PSG-Trainer Mauricio Pochettino eingesetzt. Das wird zum Problem, denn Gharbis Vertrag läuft im Sommer aus. (DATEN: Ergebnisse und Spielplan der Ligue 1)

Dabei fühlt sich Gharbi bei PSG wohl, wie auch seine Reaktion auf das erste Treffen mit Messi zeigte.

Deshalb muss Gharbi entweder verlängern und sich verleihen lassen, oder gehen – laut Goal sind Liverpool und Chelsea an ihm interessiert.

Wechselt Bitshiabu in die Bundesliga?

Wegen El Chadaille Bitshiabu (Innenverteidigung, 16, Marktwert: eine Million Euro, Frankreich) klopfte der FC Bayern kürzlich in Paris an. Bitshiabu gilt als größtes Abwehrtalent bei PSG und nach SPORT1-Informationen sind die FC Bayern an ihm interessiert.

Mit 1,96 Meter Körpergrpße ist Bitshiabu eine echte Erscheinung und diese Physis macht er sich zu Nutze. Er ist stark im Abfangen von Pässen und dominant in der Luft.

Was Bitshiabu wirklich herausstechen lässt: Seine starken Fähigkeiten am Ball. Im Aufbau spielt er sehr vertikal, traut sich, Angriffe einzuleiten und löst Drucksituationen auch mal per Dribbling. Ein Traum für jedes Ballbesitz-Team, und damit auch für die Bayern. Kein Wunder, dass er jetzt schon unter Pochettino mittrainiert.

Kalimuendo hat bereit zehn Tore in der Ligue 1 geschossen

Das größte Sturm-Talent von PSG ist Arnaud Kalimuendo (Angriff, 20, Marktwert: zwölf Millionen Euro, Frankreich). Kalimuendo ist gerade im zweiten Jahr an RC Lens ausgeliehen und steht aktuell bei zehn Toren in der Ligue 1.

Der U21-Stürmer ist „nur“ 1,75m groß, dafür kann er sich in der Box sehr schnell vom Gegner lösen. Seine Stärke ist sein prompter, schnörkelloser Abschluss.

Dazu hat er eine unterschätzte Fähigkeit: sein Stellungsspiel. Er riecht Lücken in der Abwehrkette, lässt sich da anspielen und schließt ab, bevor der Gegner seinen Schuss blocken kann.

Für sein Alter hat Kalimuendo viel Erfahrung, ist Stürmer Nr.1 in Frankreichs U21. Bei Lens hat er bewiesen, dass er auf hohem Niveau konstant treffen kann. Seine Situation ist günstig - entweder PSG zeigt ihm nach seiner Rückkehr eine echte Perspektive auf, oder er geht woanders auf Torejagd.

Der nächste Verratti?

Mit PSG-Star Marco Verratti wird Edouard Michut (offensives Mittelfeld, 19, Marktwert: zwei Millionen Euro, Frankreich) bereits jetzt verglichen. Michut ist ein feiner Techniker, der seine Finesse im Dribbling als auch mit seinen Pässen beweist.

Diese Stärke zeigt sich insbesondere in engen Räumen um den Strafraum, wo Michut einen Gegenspieler mit einem kurzen Dribbling austanzen und dann den Steckpass auf den Teamkollegen spielen kann.

Für seinen schmächtigen Körperbau ist er auffällig robust, weiß sich zu wehren und bleibt auch bei Gegnerkontakt am Ball. Außerdem nimmt Michut aus solchen Zweikämpfen sehr schnell Tempo auf und treibt den Ball durch das Mittelfeld.

Michut hat die Skills, um sich bei PSG durchzusetzen. Er könnte beispielsweise den Platz eines Julian Draxlers einnehmen, sollte der irgendwann gehen. Wenn er diesen aber nicht bald bekommt, wird wohl auch Michut woanders den nächsten Schritt gehen müssen. (DATEN: Die Tabelle der Ligue 1)

Simons in La Masia ausgebildet

Der bekannteste Name der PSG-Akademie lautet aktuell Xavi Simons (offensives Mittelfed, 19, Marktwert: drei Millionen Euro, Niederlande). Simons wechselte 2019 aus der Jugend des FC Barcelona nach Paris, hat vier Millionen Follower auf Instagram und wird von der Agentur des am Wochenende verstorbenen Star-Beraters Mino Raiola betreut.

Simons zeichnet sich auf dem Platz durch konstante Bewegung und den Mut, Sachen auszuprobieren, aus. Nach einem Pass zieht er sofort an, um den Ball wieder zu bekommen, und im Dribbling ist er sehr flink.

Insgesamt verfügt Simons über eine saubere Technik, er spielt seriösen Fußball, was den Übergang in den Herrenbereich erleichtert. Was ihm allerdings noch fehlt: die körperliche Robustheit. Das weiß er auch selbst – Simons gibt zu, dass es bei PSG deutlich körperlicher zugeht, als in Barcelonas Akademie La Masia.

Simons hat großes Talent, das beweisen auch vier Tore und sechs Assist in der soeben beendeten Youth-League-Saison, die Benfica Lissabon in furioser Weise für sich entschied. Um Spielpraxis zu bekommen, wäre eine Leihe zur neuen Saison interessant – oder ein Wechsel zu Bayer Leverkusen, über den spekuliert wird.

Pembélé erinnert an Davies

Ein Talent der Sorte „Außenverteidiger, der auch Flügelstürmer sein könnte“, ist Timothée Pembélé (Rechtsverteidiger, 19, Marktwert: sieben Millionen Euro, Frankreich).

Pembélé kann dribbeln, ist pfeilschnell und geht immer wieder mit dem Ball auf seine Gegenspieler drauf. Dabei baut er Tricks ein und erinnert ein wenig an Bayern-Star Alphonso Davies.

Außerdem ist Pembélé eine echte Torgefahr, in dieser Saison steht er bei immerhin drei Treffern als Stammspieler von Girondins de Bordeaux, wohin er ausgeliehen ist.

Leider hat sich Pembélé Anfang April das Kreuzband gerissen. Damit wird er die Sommer-Vorbereitung bei PSG verpassen und kann sich nicht empfehlen. Für die Rückrunde der kommenden Saison, wenn er wieder fit ist, wäre eine erneute Leihe also durchaus sinnvoll. Außerdem ist Achraf Hakimi aktuell rechts hinten gesetzt.

Erwähnenswert ist auch Djeidi Gassama. Der BVB ist am 18 Jahre alten Linksaußen interessiert – Chefscout Marcus Pilawa soll ihn beobachtet haben. Gassama war diese Saison bester PSG-Torschütze in der Youth League mit fünf Treffern.

Wie gewohnt stehen einige PSG-Talente kurz vor dem Durchbruch im Profifußball. Den Weg über ihren Heimatklub werden nur wenige gehen – umso besser für die Bundesliga, die sich womöglich auf die Nachfolger von Coman, Nkunku und Diaby freuen darf.

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