Flut in Griechenland hinterlässt Tote, Zerstörung und Verzweiflung

Von Regenwasser und Schlamm in ihren Häusern sind die Bewohner von Mandra in Griechenland am Mittwoch aufgewacht. Draußen, auf der Straße, wird das volle Ausmaß der Katastrophe deutlich: Sintflutartige Regenfälle, in dieser Gegend eine Seltenheit, haben über Nacht eine Flut ausgelöst. Mindestens 15 Menschen verloren ihr Leben. Autos wurden davongeschwemmt, Mauern stürzten ein berichten die Bewohner. Euronews hat die betroffene Region besucht.

“Wir sind am Boden zerstört”, sagt Chrysoula. “Unsere Einrichtung ist kaputt. Wir haben alles verloren. Wir haben uns unser Leben hart erarbeitet. Jetzt können wir nicht mal mehr hineingehen oder schlafen. Die Nacht werden wir bei Nachbarn verbringen. Sie haben uns auch diese Kleidung geliehen, die ich gerade trage. Meine Tochter war im Haus und ich habe sie gerufen. Sie kletterte auf einen Tisch und musste schwimmen, um das Haus zu verlassen.”

Die Flut hat ihnen hier alles genommen. Ein Mann, der sich dem Reporter als Nikos vorstellt, hat nicht einmal mehr richtige Schuhe: “Ich kann nichts machen. Alle Zimmer sind mit Schlamm gefüllt. Meine Kleidung, meine Einrichtung, alles ist zerstört. Das Wasser in meinem Haus stand einen Meter hoch. Ich habe nichtmal mehr Sachen zum Anziehen. Was soll ich denn tun?”

In den betroffenen Gebieten wurde der Notstand ausgerufen. Die Regionalverwaltung will jetzt um Hilfe bei der Europäischen Union ansuchen.