Flugzeugabsturz in Algerien - ein Augenzeuge: "Es war eine Katastrophe"

Beim schwersten Flugzeugabsturz der algerischen Geschichte sind mindestens 257 Menschen ums Leben gekommen. Ein Militärtransporter vom Typ Iljuschin Il-76 zerschellte kurz nach dem Start von einer Militärbasis nahe der Hauptstadt Algier auf einem Feld, so das Verteidigungsministerium.

Unter den Opfern waren dem Ministerium zufolge Armeeangehörige und deren Familien und die zehnköpfige Crew der Maschine. Das

viermotorige Flugzeug sollte sie vom Luftwaffenstützpunkt Boufarik etwa 30 Kilometer südwestlich von Algier in die Stadt Bechar in den

Westen des Landes fliegen. 

Ein Augenzeuge:

"Wir hörten eine laute Explosion. Wir sahen, dass das Gebiet im dichtem Nebel lag. Wir wussten, dass es ein Flugzeugabsturz und kein Autounfall war. Als wir am Unfallort ankamen, fanden wir überall Leichen. Es war eine Katastrophe."

Am Boden wurden Menschen verletzt. Zunächst war nicht klar, ob Insassen den Absturz überlebt haben.

Einem Sprecher des Zivilschutzes zufolge waren 60 Rettungswagen, 30 Feuerwehrautos und 350 Feuerwehrleute im Einsatz, um die Flammen zu löschen und die Opfer zu bergen.

Ursprünglich für militärische Zwecke konstruiert, wardie vierstrahlige Iljuschin Il-76 das meistgenutzte Frachtflugzeug in der ehemaligen Sowjetunion. Seinen Erstflug absolvierte der Mittel- und Langstreckenflieger 1971.

su mit dpa