Fluglotsen in Polen erzielen Einigung im Tarifkonflikt

WARSCHAU (dpa-AFX) - Die Gewerkschaft der polnischen Fluglotsen und die zivile Flugsicherung Pansa haben sich in ihrem Tarifkonflikt geeinigt und damit den drohenden Ausfall vieler Flugverbindungen verhindert. "Es ist uns gelungen, eine Einigung zu erzielen. Gleichzeitig müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass dies nicht das Ende des Krieges ist, sondern eine Waffenruhe", sagte Vize-Gewerkschaftschef Andrzej Fenrych am Donnerstag in Warschau. Die jetzt getroffene Vereinbarung soll bis zum 10. Juli gelten.

Polens Infrastrukturminister Andrzej Adamczyk sagte, der Flugverkehr in Polen werde in den kommenden Wochen ohne Störungen ablaufen. Eine von der Regierung bereits verabschiedete Verordnung, die es ermöglicht hätte, ab dem 1. Mai die Zahl der Starts und Landungen auf den beiden Warschauer Flughäfen Modlin und Chopin stark einzuschränken, werde geändert. Die polnische Fluggesellschaft hatte zuvor gewarnt, 75 Prozent aller Verbindungen des Warschauer Chopin-Flughafens könnten ausfallen.

Der Konflikt hatte sich an neuen Vergütungsregeln für die Fluglotsen entzündet, die laut der Nachrichtenagentur PAP Ende des Jahres in Kraft getreten waren. Nach Angaben der europäischen Fluglotsengewerkschaft wollte ein Teil der polnischen Lotsen die um bis zu 70 Prozent abgesenkten Tarifgehälter nicht akzeptieren.

Im Februar hatte die Flugsicherung mitgeteilt, dass sich 170 Fluglotsen an Tower und Center Warschau in der Kündigungsfrist befänden, die für die meisten Ende April ende. Den Angaben zufolge waren in Warschau im Februar 208 Fluglotsen beschäftigt.

Bereits am Donnerstagabend hatte die Flugsicherung Pansa mitgeteilt, dass man bereit sei, auf den Forderungskatalog der Lotsengewerkschaft einzugehen. Die Gewerkschaft sprach nun nach der Einigung von einem großen Entgegenkommen ihrerseits.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.