Fluglinie: Bieter-Wettlauf: Letzter Aufruf für Air Berlin

Maschinen der insolventen Airline Air Berlin

Die Übernahme von Air Berlin geht in die entscheidende Phase. Noch bis Freitag können Interessen beim Management der insolventen Airline Gebote abgeben, eine Entscheidung fällt der Gläubigerausschuss am 21. September.

Neben Lufthansa, Condor und Easyjet bewerben sich auch Außenseiter um Deutschlands zweitgrößte Airline. So will der Unternehmer Hans Rudolf Wöhrl bis zu einer halben Milliarde Euro für die gesamte Air-Berlin-Gruppe inklusive der Tochter Niki bezahlen. Wie seine Intro-Gruppe in der Nacht zu Montag mitteilte, wurde ein entsprechendes Angebot bei Air-Berlin-Sachwalter Lucas Flöther eingereicht.

Wöhrls Plan: Unter eigenem Namen soll Air Berlin wichtige innerdeutsche Verbindungen von Berlin und Düsseldorf aus übernehmen. Die übrigen Flugzeuge will Wöhrl an Partner oder andere Airlines verchartern. Wöhrl geht davon aus, dass das Unternehmen bald wieder wächst und deshalb mindestens die heutige Zahl der Mitarbeiter gebraucht wird.

Bei der Übernahme liebäugelt Wöhrl mit einer Beteiligung der Lufthansa. Diese und andere Bieter sind aufgerufen, sich an dem Angebot des Nürnbergers zu beteiligen. Sollte es nicht dazu kommen, würden Intro beziehungsweise Aurum die Sanierung von Air Berlin auch allein wagen.

Die Lufthansa hat kein Interesse an einer Zusammenarbeit

Der Betriebsrat ist skeptisch. Das Angebot sei nicht ernst zu nehmen, es entstehe der Eindruck, dass Wöhrl sich mit Macht ins Gespräch bringen wolle. Auch in der Branche wirkt Wöhrls Angebot auf manchen irritierend. Denn...

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