Flughafen-Zukunft: Pro und Contra Flughafen Tegel: Zwei Köpfe, zwei Meinungen

Blick auf den Flughafen Tegel

Susanne Leinemann will für die Tegel-Offenhaltung stimmen

Wenn ich am 24. September mein Kreuz beim Volksentscheid über Tegel bei "Ja" setze, dann wird das mit einer gewissen Wut geschehen. Und es ist nicht nur die Wut darüber, dass ein wunderbarer und funktionierender Flughafen Tegel, der weiterhin gebraucht wird, fahrlässig geschlossen werden soll. Es ist auch die Wut, die ich empfinde, wenn ich nach einer Reise mit dem ICE langsam durch den Bahnhof Zoo rolle und nicht aussteigen kann, obwohl dieser Bahnhof vor meiner Haustür liegt. Die Wut, die aufkommt, wenn ich auf der Stadtautobahn an der Brache Flughafen Tempelhof vorbeikomme, auf der nun bunte Drachen in die Luft steigen, und ich daran denke, wie lange es gedauert hat, überhaupt irgendein Konzept für diesen Ort zu finden – um sich jetzt auf einen "Berlin Creative District" für 28 Millionen Euro Umbau- und Sanierungskosten zu einigen, ein Sammelsurium für allerlei Kulturkram. Es ist die Wut, die aufkocht, wenn wir mit Freunden von außerhalb zum BER fahren, um ihnen eine der irrsinnigsten Dauerbaustellen der Welt zu zeigen, für die niemand Verantwortung übernehmen will. Und die Wut, von der ich ahne, dass sie mich bald packen wird, wenn ich höre, wie chaotisch es wieder mit dem ICC läuft. Abreißen? Zu teuer. Einziehen? Will keiner. Wird sich schon irgendein Investor finden. Irgendwer. Irgendwie. Irgendwann.

Bild Nr. 1:
Susanne Leinemann Reto Klar

Ich setze das Kreuz auf "Ja", weil ich wütend bin auf einen Berliner Senat, der diese Stadt nicht wirklich regiert, ...

Lesen Sie hier weiter!