Flughafen Tegel : Dobrindt hält den Weiterbetrieb von Tegel für notwendig

Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) halt die Investitionssumme von 1,1 Milliarden Euro für "nicht besonders beeindruckend"

Trotz eines möglichen Investitionsbedarfs in Milliardenhöhe hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) seine Position bekräftigt, den Flughafen Tegel auch nach Eröffnung des neuen Hauptstadtairports BER offen zu halten. Die Entscheidung für einen Single-Airport sei vor 20 Jahren unter anderen Annahmen zum Fluggastaufkommen in Berlin getroffen worden. Inzwischen zeichne sich ab, dass es im Jahr 2025 eine Lücke von zehn Millionen Passagiere geben werde, die am BER nicht abgefertigt werden könnten. Alle politisch Verantwortlichen seien daher dringend aufgefordert, Überlegungen anzustellen, wie darauf zu reagieren ist. "Eine Überlegung davon ist, Tegel weiter offen zu halten", sagte Dobrindt am Freitag in Berlin. Der Bund gehört neben den Ländern Berlin und Brandenburg zu den drei Eigentümern der Flughafengesellschaft FBB, die die bestehenden Flughäfen Tegel und Schönefeld und künftig auch den BER betreibt. Dessen Inbetriebnahme steht allerdings weiter in den Sternen. Eine Eröffnung noch 2017 war zu Jahresbeginn abgesagt worden. Nun wird auf 2018 gehofft.

Große rechtliche Risiken durch Weiterbetrieb

Bislang lehnen die Landesregierungen von Berlin und Brandenburg eine Änderung des Luftverkehrskonzeptes kategorisch ab, das eine Schließung von Tegel spätestens sechs Monate nach der BER-Eröffnung vorsieht. Sie begründen dies vor allem mit den großen rechtlichen Risiken, die ein Weiterbetrieb des City-Airports Tegels mit sich bringen würde. Verwiesen wird insbesondere darauf, d...

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