Weiterbetrieb: Merkel sieht keine Zukunft für Flughafen Tegel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der ZDF-Sendung "Berlin direkt"

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat dem Weiterbetrieb des Flughafens Tegel eine kurze, aber eindeutige Absage erteilt und nimmt damit eine andere Position ein als die Hauptstadt-CDU. Die Worte fielen am Sonntag am Ende des ZDF-Sommerinterviews auf eine der eher locker gestellten "Zukunftsfragen".

Angesprochen auf den Volksentscheid Tegel, über den parallel zur Bundestagswahl am 24. September abgestimmt werden soll, wurde sie gefragt, ob es danach die Schlagzeile geben werde: "Merkel sagt Ja zu Tegel – Berliner Flughafen wird offen bleiben". Ihre knappe Antwort: "Die Rechtssituation ist eine andere, deshalb wird es diese Schlagzeile nicht geben."

Damit spielte sie auf den gemeinsamen Beschluss der Flughafengesellschafter Bund, Berlin und Brandenburg an, Tegel nach Inbetriebnahme des Hauptstadtflughafens BER zu schließen. Auch die Berliner CDU hatte diesen Beschluss lange mitgetragen, und sich erst nachdem sie in Hauptstadt nicht mehr mitregierte, der Position der FDP angeschlossen, die für eine Offenhaltung Tegels eintritt und den Volksentscheid angeregt hatte.

SPD-Kanzlerkandi­dat Martin Schulz griff Merkel am Sonntag scharf an. Sie sei "abgehoben", sagte er im ARD-Sommerinterview. "Sie benutzt die Infrastruktur des Bundes für einen Spottpreis, um zu ihren Wahlkampfauftritten zu fliegen", sagte Schulz. Viele Menschen hätten den Eindruck, "dass Angela Merkel entrückt ist". "Das ist eine Art der Abgehobenheit, die mobilisier...

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