Flughafen Köln/Bonn: Passagier wollte Pistole einschleusen

Ein Mann löst mit scharfer Waffe am Flughafen Alarm aus.

Aufregung am Flughafen Köln/Bonn: Als eine Familie den Sicherheitsbereich im Terminal 2 passieren möchte, um in die Türkei zu fliegen, wird plötzlich Alarm ausgelöst.

Scharfe Schusswaffe samt Munition

Der Grund: Beim Durchleuchten des Handgepäcks des Familienvaters (60) taucht eine Pistole auf dem Kontrollmonitor der Sicherheitskräfte auf. Schnell bestätigt sich: Es handelt sich tatsächlich um eine scharfe Schusswaffe, samt Munition.

Es war 2.43 Uhr, als am vergangenen Donnerstag das brisante Gepäckstück über das Band lief und ein Sicherheitsmitarbeiter auf seinem Bildschirm die Umrisse einer Pistole erkannte. Sofort rief er die Bundespolizei hinzu.

Noch im Sicherheitsbereich wurde der Besitzer der Tasche von den Beamten festgenommen und die Waffe samt Munition sichergestellt. „Dann haben wir die Kollegen der Kölner Kripo alarmiert. Der Mann hat keinen Widerstand geleistet“, erklärt Martin Pauly, Sprecher der Bundespolizei.

In U-Haft genommen

Der türkischstämmige Verdächtige, der mit seiner Familie in den Niederlanden lebt, sei überrascht gewesen, als man ihm mitteilte, dass er nun nicht nach Gaziantep fliegen dürfe. „Wir haben einen Haftbefehl wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz beantragt und der wurde auch erlassen. Nun sitzt er in U-Haft in der JVA Köln“, so eine Ermittlerin.

Auf dem Weg zu einer Familienfeier

Nach Informationen des „Express“ soll der 60-Jährige mit Frau und Kindern auf dem Weg zu einer Familienfeier in der Türkei gewesen sein. Ob er die Pistole mitnahm, um vor Ort Freudenschüsse abzugeben, oder ob er damit Schlimmeres vorhatte, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Die Kölner Staatsanwältin Natalie Neuen: „Noch ist unklar, inwieweit sich der Beschuldigte zur Sache äußert und woher er die Waffe hatte. Die Ermittlungen dauern an.“

Zwei Stunden Verspätung

Negative Folgen hatte der ganze Einsatz bereits für die anderen Fluggäste in der Maschine der „Pegasus Airlines“. Bevor der Flieger in Richtung Gaziantep abheben durfte, wurde die Boeing auf einer Außenposition des Rollfeldes abgestellt und von Bundespolizisten gründlich durchsucht. Die Folge: zwei Stunden Verspätung. (red)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta