Fluggesellschaft: Die Air-Berlin-Mitarbeiter stehen vor der Kündigung

Auch die Bundeswehr wirbt um Air-Berlin-Mitarbeiter

Berlin. Die Transfergesellschaft für die Beschäftigten der Air Berlin ist gescheitert. Die Berliner Morgenpost beantwortet die wichtigsten Fragen dazu.

Was ist eine Transfergesellschaft?

Eine Transfergesellschaft soll Mitarbeiter vor der sofortigen Arbeitslosigkeit bewahren. Der neue Vertrag gilt meist für ein halbes Jahr. In dieser Zeit erhält der Mitarbeiter das Transferkurzarbeitergeld, es entspricht 60 Prozent des letzten Nettogehaltes, bei Arbeitnehmern mit Kindern 67 Prozent. Finanziert wird das aus staatlichen Mitteln. Zusätzlich ist ein Aufstockungsbeitrag möglich, den der ehemalige Arbeitgeber trägt. Dadurch kann ein Arbeitnehmer auf 70 bis 80 Prozent seines vorherigen Gehaltes kommen. Transfergesellschaften arbeiten eng mit der Arbeitsagentur zusammen. Sie bieten keinen Arbeitsplatz, sondern Qualifizierungsmaßnahmen und Schulungen. Das Ziel ist die spätere Vermittlung an einen neuen Arbeitgeber.

Wer kann solch eine Gesellschaft gründen?

Sie muss aus dem Unternehmen heraus gegründet werden. Im Fall Air Berlin hätte sie für bis zu 4500 Beschäftigte gegolten. Die Mitarbeiter in der Transfergesellschaft wären laut Berechnungen von Air Berlin zu 47 Prozent aus Berlin, zu 41 Prozent aus Nordrhein-Westfalen und zu 12 Prozent aus Bayern gekommen. Um die dafür nötigen 50 Millionen Euro aufzubringen, hatten die Beschäftigten auf die Beteiligung des Bundes und der betroffenen Länder gehofft sowie von Air Berlin – und der Lufthansa als bislang einzig feststehendem Käufer.

Woran ist sie gesc...

Lesen Sie hier weiter!