Fluggesellschaft: Air-Berlin-Aus: Ein Strohhalm für die Mitarbeiter

Air-Berlin-Mitarbeiter suchen eine neue Stelle, wie hier auf der ersten für sie ausgerichteten Jobbörse

In der Einfahrt zum Parkplatz steht eine Gruppe von fünf Frauen, sie rauchen. "Ach", sagt eine von ihnen, "demnächst warten wir dann alle zusammen beim Arbeitsamt." Die anderen lachen kurz auf. Dann ziehen sie noch einmal an ihren Zigaretten, werfen sie weg und gehen. Auf Jobsuche.

Die Frauen vor der Berliner Zen­trale von Air Berlin am Saatwinkler Damm in Charlottenburg gehören zu den Mitarbeitern, die sich mit dem Aus für die Fluggesellschaft wohl einen neuen Job suchen müssen. In Berlin sind etwa 1000 Beschäftigte von der Insolvenz des Unternehmens betroffen. Insgesamt hat die Airline noch gut 8000 Mitarbeiter. Laut Air Berlin werden Kündigungen vorbereitet, nach Informationen des Betriebsrates sollen 1400 Beschäftigte des Verwaltungs- und Bodenpersonals gehen. Das Unternehmen verhandelt mit Arbeitnehmervertretern über Sozialpläne. Um bei der Stellensuche zu helfen, hat es zwei Jobmessen organisiert.

Die Bundesagentur für Arbeit hat die Angebote durchnummeriert

An diesem Dienstag findet die erste Messe in der Kantine der Air-Berlin-Mitarbeiter statt. An den Wänden hängen noch die Plakate, mit denen die Fluggesellschaft für ihre Businessclass wirbt, etwa mit dem Spruch: "Zu bestem Essen sollte auch der Wein performen." Zwischen den langen Tischen, an denen sie sonst zu Mittag essen, stehen die Mitarbeiter zusammen und reden, es wird gelacht, eine junge Frau hat ihr Baby mitgebracht. Es ist ein bisschen wie bei einem Betriebsfest, wären da nicht die Stellwände mit Jobangeboten ...

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