Flugausfälle in Frankreich durch Streik im öffentlichen Dienst

Demonstration im westfranzösischen Nantes

Ein Streik im öffentlichen Dienst in Frankreich hat zu massiven Behinderungen im Luftverkehr geführt. Rund 30 Prozent der Flüge vom Dienstag wurden gestrichen. Anders als befürchtet blieben größere Störungen im Bahnverkehr aber zunächst aus. Der Ausstand richtet sich gegen die Sparpläne der Regierung von Präsident Emmanuel Macron im öffentlichen Dienst.

Die Gewerkschaften hatten erstmals seit zehn Jahren alle 5,4 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes aufgerufen, die Arbeit ruhen zu lassen. Betroffen sind auch die Post sowie Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser und Bibliotheken.

Regierungssprecher Christophe Castaner sprach im TV-Sender France 2 von einer "bedeutenden Mobilisierung". Die Furcht der Gewerkschaften vor einer sinkenden Kaufkraft der Beamten infolge der Sparmaßnahmen sei aber unbegründet.

Landesweit sind 130 Kundgebungen angemeldet, die größte am Nachmittag in Paris. Der Protest richtet sich gegen die geplante Streichung von 120.000 Stellen. Zudem will die Regierung von Präsident Macron die Gehälter im öffentlichen Dienst einfrieren. Mit den Einschnitten will Macron die EU-Defizitgrenze von drei Prozent erstmals seit zehn Jahren wieder einhalten.