Flucht des Präsidenten auf die Malediven: Sri Lanka erklärt Ausnahmezustand

Sri Lankas Präsident, Gotabaya Rajapaksa, ist mit einem Militärflugzeug aus dem Land geflohen.

Es wurde bestätigt, dass er auf den benachbarten Malediven angekommen ist.

Das Land rief nun den Ausnahmezustand aus.

Rajapaksa hielt sich seit dem Wochenende versteckt, nachdem Protestierende seine Residenz in der Hauptstadt Colombo gestürmt hatten. Besonders die Bilder der Demonstrierenden im Swimmingpool der Präsidentenvilla gingen um die Welt.

Der Bruder von Gotabaya Rajapaksa, Mahinda Rajapaksa, wurde 2009 zum Helden der singhalesischen Mehrheitsbevölkerung, als seine Regierung nach Jahren des blutigen Bürgerkriegs tamilische Separatisten besiegte. Sein Bruder Gotabaya war damals Verteidigungsminister.

Eranga Jayawardena/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.
Präsident Rajapaksa mit seiner Frau - ARCHIV - Eranga Jayawardena/Copyright 2019 The Associated Press. All rights reserved.

Die steigende Inflation hat dazu geführt, dass bestimmte Lebensmittel, Medikamente und Treibstoff in Sri Lanka knapp sind. Zudem kommt es immer wieder zu Stromausfällen. Viele Protestierende geben der Familie Rajapaksa und ihrer Regierung die Schuld an der katastrophalen wirtschaftlichen Situation.

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