“Fluch der Karibik“-Reboot: Disney kickt Jack Sparrow

Ena Clarke
Freie Autorin

“Fluch der Karibik“ ohne Jack Sparrow? Eigentlich unvorstellbar. Und doch hat Disney jetzt ein Reboot der Filmreihe beschlossen – ohne Johnny Depp und seinen brillanten Piratencharakter. Gab es vielleicht finanzielle Gründe? Das Forbes-Magazin hat ausgerechnet, wieviel der Konzern ohne den Star-Schauspieler einsparen kann.

Jack Sparrow alias Johnny Depp hat jeder vor Augen, der “Fluch der Karibik“ gesehen hat. (Bild: ddp)

“Fluch der Karibik“ startete im Jahr 2003 und erwies sich seitdem als profitable Filmreihe. Das lag zum Großteil an der Figur des gefallenen Piraten Jack Sparrow, verkörpert von dem genialen Johnny Depp. Der Schauspieler gab, Disneys Protesten zum Trotz, dem Charakter sein ganz persönliches schrullig-irres Depp-Flair und fesselte damit die Zuschauer an die Kinoleinwände. Umso erstaunlicher, dass das Unternehmen jetzt ein Reboot der Reihe plant und seinen Kassenmagneten einfach kickt.

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90 Millionen Dollar Gage

Die Gründe dafür sind unklar. Das amerikanische Forbes-Magazin nahm Depps Aus jedoch zum Anlass, einmal etwas genauer nachzurechnen. Demnach spart Disney mit dieser Entscheidung immerhin satte 90 Millionen Dollar Gage (ca. 78 Mio. Euro). Zwar ist die Zahl unbestätigt, doch schon 2012 diskutierten die Medien über eine solche Summe im Falle von Depps Engagement beim 5. Teil von “Fluch der Karibik“.

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“Dem Franchise in den Hintern treten“

Offiziell gab es lediglich eine Stellungnahme von Disney-Produktionschef Sean Bailey, dass man “eine neue Energie und Lebendigkeit reinbringen” wolle. Angeblich solle  diesmal eine weibliche Hauptdarstellerin auftreten. Die neuen Drehbuchautoren könnten die festgefahrenen Strukturen mit Sicherheit aufbrechen: Rhett Resse und Paul Wernick schrieben bereits “Deadpool“ und sind Baileys erste Wahl um “dem Franchise in den Hintern zu treten“. Was das genau heißt, werden wir hoffentlich bald erfahren.

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