Flixbus führt Sitzplatzreservierungen auf ausgewählten Verbindungen ein

Flixbus-Reisende können künftig wohl kostenlos Filme an Bord der Busse schauen. "Entertainment im Bus wollen wir erneut angehen", sagte Flixbus-Chef André Schwämmlein dem "Handelsblatt". Noch in diesem Jahr soll demnach eine Entscheidung fallen

Flixbus hat auf ausgewählten Strecken Sitzplatzreservierungen eingeführt. Wer im Doppeldecker ganz vorn hinter der Panoramascheibe sitzen möchte, muss vier Euro Gebühren zahlen, für Plätze am Tisch werden zwei Euro und für normale Plätze 1,50 Euro fällig, wie ein Sprecher am Donnerstag ausführte. Zuvor hatte das "Handelsblatt" über die Pläne berichtet, die am Donnerstag starteten und zunächst bis zum Frühjahr laufen sollen.

Grund für die Reservierungen sei eine erhöhte Anfrage von Kunden gewesen, die sich wegen voller Busse um die Plätze gesorgt hätten, sagte der Flixbus-Sprecher weiter. Getestet wird das Angebot vorerst auf ausgewählten nationalen und internationalen Strecken unter anderem in Deutschland, Österreich, Frankreich und einigen osteuropäischen Ländern. Nach dem Ende der Pilotphase im Frühjahr soll dann über die Ausweitung des Tests entschieden werden, wie Flixbus erläuterte.

Das Unternehmen war 2013 nach der Liberalisierung des Fernbusmarkts gestartet und bietet nach eigenen Angaben mittlerweile täglich rund 200.000 Verbindungen zu Zielen in 26 Ländern an. Das Unternehmen fusionierte Anfang 2015 mit MeinFernbus und dominiert seitdem das Geschäft in Deutschland. Dazu übernahm Flixbus auch Postbus und die Fernbussparte Hellö der österreichischen Bahn.