Flixbus und Co.: Viele Fernbusfahrer sitzen zu lang am Steuer

Ein Fernbus am Berliner ZOB (Archivbild)

Die Anbieter von Fernbusreisen setzten weiter auf Billigangebote. Und das, obwohl Flixbus laut einer Studie des Forschungsinstitutes Iges inzwischen einen Marktanteil von 93 Prozent hat. Aber, so heißt es aus der Konzernzentrale: "Nach wie vor herrscht ein harter Wettbewerb am Mobilitätsmarkt." Man wolle noch in diesem Jahr in die schwarzen Zahlen kommen und konkurriere weiter mit der Deutschen Bahn, Mitfahrzentralen und Billigairlines.

Berlin–Hamburg für 7,90 Euro. Berlin–München: 19 Euro. Für Klaus Schroeter von der Fachgruppe Verkehr bei Verdi ist klar: Die Billigangebote gehen zulasten der Fahrer. Die bezahlt Flixbus nicht selbst. Busse und Fahrpersonal werden von Subunternehmen gestellt. Zu welchen Bedingungen, das überlässt Flixbus seinen Partnern.

"Wenn man sich an alle Regeln hält, kann man bei diesen Fahrpreisen keine Gewinne einfahren", sagt Schroeter. Der Verband Mobifair, der sich für faire Arbeitsbedingungen in der Branche einsetzt, spricht von überlasteten Fahrern als Sicherheitsrisiko.

Probleme bei Dokumentation der Arbeitszeiten

Das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) kontrollierte im Jahr 2016 bundesweit 1749 Fernbusse. Bei knapp jedem vierten wurden Mängel festgestellt. Neben Problemen bei der Dokumentation der Arbeitszeiten handelt es sich dabei auch um Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten. In Unfallzahlen hat sich dieses Sicherheitsrisiko nicht niedergeschlagen: Die Zahl der Busunfälle ist in den vergangenen Jahren kaum gestiegen. Trotz starkem Wachstum bei den Ve...

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