Flink kauft französischen Rivalen Cajoo

Fahrer von Flink und Cajoo – der Markt für Lebensmittellieferanten konsolidiert sich weiter.
Fahrer von Flink und Cajoo – der Markt für Lebensmittellieferanten konsolidiert sich weiter.

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Der Zehn-Minuten-Lieferdienst Flink kauft den französischen Rivalen Cajoo. Damit wollen die Berliner ihre Expansion in Frankreich beschleunigen und die Position in Europa weiter ausbauen. Carrefour, früher Investor und Einzelhandelspartner von Cajoo, wird exklusiver Partner für den französischen Markt für Flink. Außerdem steigt die Supermarktkette als direkter Aktionär ein. Die finanziellen Details der Übernahme wurden nicht bekannt gegeben, doch Insider sprechen von einem Deal in Höhe von 90 bis 100 Millionen Euro. Carrefours Investment soll 60 bis 70 Millionen Euro betragen.

Flink ist neben Deutschland und Frankreich auch in den Niederlanden und Österreich tätig. Die Berliner hatten erst im Dezember noch eine Finanzspritze über 750 Millionen US-Dollar erhalten, eine Finanzierungsrunde der Serie-B, die von dem US-Lieferdienst Doordash geleitet wurde. Damals wurde der Lebensmittel-Bringdienst auf 2,1 Milliarden Dollar geschätzt. Nach dem aktuellen Deal könnte Flink laut eines Berichts von Techcrunch einen Marktwert von fünf Milliarden Dollar erreichen. Flink ist eigenen Angaben zufolge nach der Übernahme Marktführer in Frankreich. [Mehr bei Techcrunch]

Auf Gründerszene geht es heute um Exit-Tipps. Gibt es den falschen Käufer für das eigene Startup? Ja, den gibt es, wie der Fall des Ankerkraut-Exits an Nestlé zeigt. Das Gewürz-Startup bekam einen Shitstorm, weil Fans und Partner unzufrieden mit dem Lebensmittelkonzern sind, der wegen Kinderarbeit oder Tierversuchen immer wieder in der Kritik steht. Wir haben einen Experten gefragt, was Gründer und Gründerinnen beachten müssen, damit sie nicht das gleiche Schicksal beim Unternehmensverkauf erleiden. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Der Twitter-Deal mit Tesla-Chef Elon Musk beschäftigt weiter die Schlagzeilen: Nachdem Musk die Übernahme vorübergehend „auf Eis“ gelegt hat, um die Anzahl der gefälschten und Spam-Konten zu überprüfen, hat der Milliardär öffentlich darüber gesprochen, dass er nun doch einen geringeren Verkaufspreis anstreben könnte. Außerdem hat sich die Beziehung zum Twitter-Management weiter verschlechtert. Am Montag schickte Musk Twitter-CEO Parag Agrawal ein Poo-Emoji (Kothaufen-Emoji) via Tweet. Er antwortete damit auf einen ausführlichen Thread, in dem der CEO die Richtlinien des Unternehmens zu Spam-Konten erklärte. [Mehr bei The Guardian]

Star-Investor Michael Burry hat die Korrektur am US-Aktienmarkt genutzt, um sein Portfolio neu aufzustellen. So stieg er für insgesamt 165 Millionen US-Dollar bei der Google-Mutter Alphabet, der Facebook-Mutter Meta sowie acht weiteren Aktien ein. Dies zeigen Unterlagen, die sein Hedgefonds bei der US-Börsenaufsicht SEC einreichen musste. Außerdem wettet Burry gegen Apple. Beim iPhone-Hersteller setzt er auf fallende Kurse. [Mehr bei CNBC und Handelsblatt]

Rivian Automotive verklagt einen wichtigen Lieferanten von Sitzen und warnt davor, dass ein Preisstreit die Produktion eines von Amazon bestellten Elektro-Vans beeinträchtigen könnte. Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Gründer und CEO, RJ Scaringe, 41.000 Aktien des Elektrofahrzeug-Startups im Wert von etwa einer Million US-Dollar gekauft hat. [Mehr bei Wall Street Journal und Techcrunch]

Celsius Mining, eine Bitcoin-Mining-Tochtergesellschaft des Londoner Krypto-Finanzdienstleistungsunternehmens Celsius Network, gab am Montag bekannt, dass es vertraulich eine öffentliche Notierung beantragt hat. Ein Sprecher wollte sich nicht dazu äußern, ob es sich bei der Notierung um einen Börsengang oder eine direkte Notierung handeln wird. Der Schritt überrascht, nachdem er auf einen Ausverkauf der Techaktien sowie auf einen Marktabschwung bei den Kryptowährungen erfolgt. Der Preis von Bitcoin ist in den vergangenen Tagen unter 30.000 US-Dollar gerutscht. [Mehr bei The Information]

Microsoft hebt die Vergütung seiner Mitarbeiter an, wie CEO Satya Nadella am Montag intern verkündete. Nadella begründete die Gehaltserhöhungen mit dem angespannten Arbeitsmarkt und der steigenden Inflation. Auch die Google-Mutter Alphabet hatte vor kurzem bereits höhere Löhne angekündigt, während Amazon bekannt gab, die maximale Grundvergütung für Angestellte mehr als zu verdoppeln. [Mehr bei CNBC]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: DHDL – in der Show konnte Aivy gleich zwei Löwen für seine Bewerbungs-App gewinnen. Doch der Deal platzte später. Wir haben herausgefunden, warum es Zoff gab. [Mehr bei Gründerszene]

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Einen schönen Dienstag!

Eure Gründerszene-Redaktion

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