Fliegender Wechsel: Diese Comic-Helden werden häufig neu besetzt

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Schon wieder ein neuer Joker: Jared Leto wird bei einem neuen DC-Projekt durch einen anderen Darsteller ersetzt. Ein Phänomen, das bei Comic-Verfilmungen keine Seltenheit ist.

Gerade erst hat Oscar-Gewinner Jared Leto (45) in "Suicide Squad" der Rolle des Joker mit giftgrünem Haar, Goldzähnen und abrasierten Augenbrauen seinen Stempel aufgedrückt, da wird er auch schon wieder ersetzt. In einem geplanten Solo-Film über den Batman-Widersacher soll laut "Deadline" ein anderer, jüngerer Schauspieler die Hauptrolle spielen. Im Genre der Comic-Verfilmungen steht es fast auf der Tagesordnung, Darsteller öfter zu wechseln als Stan Lee (94) seine Socken. Hier ein paar Beispiele.

Der Joker

Jared Leto trat in große Fußstapfen, denn zuvor hatte Heath Ledger (1979-2008) den Joker in "The Dark Knight" gespielt. Seine anarchische, Oscar-prämierte Leistung gilt seither als Inbegriff dessen, wie eine gute Darbietung eines Comic-Schurken auszusehen hat. Keine leichte Aufgabe, denn Ledger ersetzte eine Hollywood-Legende: Jack Nicholson (80) hatte den dauergrinsenden Schurken in Tim Burtons "Batman" gespielt. Was viele nicht wissen: Auch Mark "Luke Skywalker" Hamill (65) spielte schon den Joker

: Er lieh ihm in der Zeichentrickserie "Batman" seine Stimme. Nun bekommt der Joker seinen eigenen Film.

Batman

Joker-Gegenstück Bruce Wayne alias Batman ist ebenfalls eine vielfach weitergereichte Rolle. Die bekannteste TV-Version spielte Adam West (1928-2017). Auf der Leinwand machte Michael Keaton (65) in "Batman" und "Batmans Rückkehr" den Anfang. Abgelöst wurde er in "Batman Forever" von Val Kilmer (57), darauf folgte George Clooney (56) in "Batman & Robin" - ein Film, den allen voran er selbst am liebsten vergessen würde. Christian Bale (43) hauchte der Rolle Jahre später in Christopher Nolans Trilogie mit knurrender Stimme neues Leben ein. Amtierender Fledermaus-Held ist Ben Affleck (45). Dessen Besetzung löste große Proteste bei Comic-Fans aus - die nach seiner starken Leistung in "Batman v Superman" wieder verstummten.

Superman

Auch Superman scheint bei jeder Verwandlung von Clark Kent in den außerirdischen Superhelden ein neues Gesicht zu haben. Ganz so drastisch ist es natürlich nicht, doch ging die Rolle schon durch viele Hände: Nach den frühen TV-Versionen - gespielt von Kirk Alyn, George Reeves und David Wilson - war es Christopher Reeve (1952-2004), der die Rolle in insgesamt vier Filmen wie kein anderer prägte. So sehr, dass alle Nachfolger optisch anhand des 2004 verstorbenen Schauspielers ausgesucht zu sein schienen. Brandon Routh (37, "Superman Returns") sieht Reeve zum Verwechseln ähnlich, und ebenso Tom Welling (40, "Smallville") und Henry Cavill (34, "Man of Steel") passen ins Raster.

Spider-Man

Nicht nur im DC-Universum wird sich die Klinke in die Hand gegeben. Der Marvel-Held Spider-Man wurde zwar nicht so oft ausgetauscht wie seine DC-Kollegen, doch bekam Hollywood gerade in den letzten Jahren gar nicht genug von dem Spinnenmann: Innerhalb von 15 Jahren wurde die Geschichte von Peter Parker gedreht, gewendet, immer wieder neu erzählt und dabei dreimal neu besetzt: Zuerst mit Tobey Maguire (42, "Spider-Man"), dann mit Andrew Garfield (34, "The Amazing Spider-Man") und nun schließlich mit Tom Holland (21, "Spider-Man: Homecoming").

Der Hulk

Selbst der Hulk wurde in den vergangenen Jahren oft ausgetauscht. Als Mark Ruffalo (49) in "The Avengers" die Rolle übernahm, waren die Erwartungen an die Darstellung von Bruce Banner und seinem Alter Ego eher niedrig, denn Qualität suchte man bis dato vergebens. Lou Ferrigno (65) in grünem Make-up wird heute als nostalgischer Trash abgehakt. Mit Eric Bana und Edward Norton waren später zwar zwei gute Schauspieler in der Rolle zu sehen, doch fielen ihre Filme "Hulk" (Bana) und "Der unglaubliche Hulk" (Norton) bei Publikum und Kritikern durch. Doch Ruffalo überzeugte auf ganzer Linie. Als nächstes ist er in "Thor: Ragnarok" (Kinostart: 31.10.2017) als solcher zu sehen.

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Bildergalerie: Sie spielten schon den Joker

Foto(s): imago/Cinema Publishers Collection