Flicks erste DFB-Woche hat fünf Verlierer

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Flicks erste DFB-Woche hat fünf Verlierer
Flicks erste DFB-Woche hat fünf Verlierer
Flicks erste DFB-Woche hat fünf Verlierer

Auftakt nach Maß für Hansi Flick!

Der neue Bundestrainer hat Deutschland mit neun Punkten aus drei WM-Quali-Spielen (12:0 Toren) an die Tabellenspitze geführt und für Aufbruchsstimmung im Land gesorgt. (DATEN: Spielplan und Ergebnisse der WM-Qualifikation)

Allerdings dürften nicht alle Spieler in Jubelstimmung zu ihren Vereinen zurückkehren. SPORT1 begleitete die Nationalmannschaft auf Schritt und Tritt und nennt die Gewinner und Verlierer von Flicks erstem DFB-Lehrgang.

Gewinner:

Niklas Süle: Der Innenverteidiger spielt bislang eine starke Saison. Auch in der Nationalmannschaft spielte er fehlerfrei. Von Gewichtsproblemen und mangelnder Fitness kann keine Rede mehr sein. Unter Flick gesetzt. Genauso wie Antonio Rüdiger.

Karim Adeyemi: Erstes Tor im ersten Länderspiel, dazu authentische Aussagen nach Spielende. Der Stürmer von RB Salzburg hat frischen Wind reingebracht und mit seiner Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor unterstrichen, warum ihn Flick nominiert hat. Weitere Einsätze dürften ihm sicher sein, vor allem wenn er in der Champions League glänzt.

Timo Werner: Beim FC Chelsea hat der Angreifer seinen Stammplatz verloren, bei der EM war er nur Reservist. Flick vertraute ihm die Rolle in der Sturmspitze an – und Werner nutzte sie prompt mit drei Toren in drei Einsätzen. Flick und Werner, das passt!

Sané zeigt wieder Spielfreude

Jonas Hofmann: Im SPORT1-Interview kündigte er zu Beginn der Länderspielreise an, was der Bundestrainer umsetzte: Flick schulte den Offensivspieler zum Rechtsverteidiger um. Mit einem Traumtor gegen Armenien bedankte er sich fürs Vertrauen. Gegen Island durfte er wieder starten. Weitere Einsätze sind garantiert, aber er muss sich noch an seine neue Rolle gewöhnen. (Spielverlauf zum Nachlesen im LIVETICKER)

Thilo Kehrer: Wie Süle ist er plötzlich im Verein und in der Nationalmannschaft wieder gesetzt. Von Flick bekam er nach dem Sieg gegen Island als einziger Spieler ein Sonderlob. „Ich kann auch gerne mal einen herausheben“, sagte Flick: „Thilo Kehrer. Er ist flexibel einsetzbar und ist topfit. Er macht einen guten Eindruck.“ Kehrer spielte nach einjähriger DFB-Abstinenz unaufgeregt, zeigte sein Können als Innen- und Linksverteidiger.

Serge Gnabry: Im DFB-Trikot trifft er einfach gerne. Mit zwei großartigen Toren gegen Armenien sorgte er für Begeisterung auf den Rängen. Gegen Island legte er nach. Auf dem Flügel ist er Flicks erste Option und unverzichtbar. Gnabry hat seine schwache Vorsaison abgeschüttelt. „Es läuft einfach“, sagte er über seine Leistung. Seine starke Länderspiel-Bilanz: 29 Einsätze, 19 Tore, sechs Assists.

Leroy Sané: Ausgebuht in München, vom deutschen Publikum in Stuttgart mit stehenden Ovationen gefeiert. Sané hat Spielfreude gezeigt, getroffen und Tore vorbereitet. Auch in der Defensive half er mit. Sein Zauberwort für die Zukunft heißt: Konstanz!

Verlierer:

Kevin Trapp: Konkurrent Bernd Leno ist die klare Nummer zwei hinter Manuel Neuer. Kehrt Marc-André ter Stegen zurück, wird es für Trapp mit einer DFB-Nominierung eng.

Ridle Baku: Gegen Liechtenstein durfte er starten und enttäuschte. Gegen Armenien blieb er auf der Bank und gegen Island stand er nicht mehr im Kader, weil ihn Flick strich. Allerdings nicht aus Leistungsgründen, wie der Bundestrainer öffentlich verkündete. Flick wird ihn nicht fallen lassen, aber Baku muss zulegen.

Schlotterbeck und Dahoud kommen nicht zum Einsatz

Lukas Klostermann: Gegen Liechtenstein nicht im Kader, gegen Armenien nur auf der Bank und gegen Island eingewechselt. Klostermann hat mit Hofmann und Kehrer zwei neue Konkurrenten und muss mächtig Fahrt aufnehmen.

Florian Neuhaus: Leistungsträger in Gladbach, aber beim DFB nur Ergänzungsspieler. Dass er unter Flick in drei Spielen nicht eine Minute Einsatzzeit bekommt, war nicht zu erwarten. Sein Problem sind die im Zentrum gesetzten Joshua Kimmich, Leon Goretzka und Kai Havertz. In der Offensive sind alle Plätze belegt. Er muss sich weiter gedulden.

Thomas Müller: Der Ur-Bayer reiste gut gelaunt und voller Vorfreude auf den neuen Bundestrainer an und wenige Stunden später mit Adduktorenproblemen wieder ab. Da Reus gegen Armenien gezaubert hat, gibt‘s Konkurrenz für ihn. Auch Ilkay Gündogan will auf der Müller-Position spielen. Allerdings ist Flick ein großer Fan des Publikumslieblings.

Sie kamen gar nicht zum Einsatz: Kevin Trapp, Nico Schlotterbeck, Mahmoud Dahoud und Müller, der wie oben beschrieben verletzt abreisen musste. „Klar ist der eine oder andere enttäuscht, aber brauchen sie nicht sein“, sagte Flick: „Sie haben alle eine sehr gute Visitenkarte abgegeben.“

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