Neuer Vertrag für Flick? Scholl: "Muss zweites Konto aufmachen"

SPORT1
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Mehmet Scholl bezieht in der aktuellen Debatte um Hansi Flick Stellung. Der ehemalige Bayern-Star hat eine klare Meinung zur Zukunft des Erfolgstrainers.

Jetzt hat sich Mehmet Scholl in den Zoff zwischen Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Bierhoff eingeschaltet - mit gewohnt pointierten Worten.

Zu einem möglichen Gerangel um Bayerns Trainer Hansi Flick sagte Scholl bei Bild live: "Ich glaube, er wird irgendwann ein Angebot von Bayern bekommen, nach dem er ein zweites Konto aufmachen muss bei der Bank, weil das eine voll ist."

Für den früheren Bayern-Profi steht außer Frage, dass Flick seinen Vertrag in absehbarer Zeit in München verlängert - und eben nicht Bundestrainer wird. Der DFB werde da schlicht nicht mithalten können.

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Scholl: "Flick ist ein Geschenk für den FC Bayern"

"Punkt eins: Hansi Flick ist ein Geschenk für den FC Bayern. Eigentlich für jede Mannschaft, für jeden Verein", betonte der 50-Jährige.

Zuletzt hatte sich Vorstandsboss Rummenigge im SPORT1-Interview vehement zur Zukunft von Flick und einem möglichen Werben des DFB geäußert.

"Er hatte als Spieler seine schönste und erfolgreichste Zeit beim FC Bayern. Das wird auch für seine Zeit als Trainer gelten", sagte Rummenigge und fügte auf die Frage, ob Flick in der nächsten Saison Bayern-Trainer sei, hinzu: "Hundertprozentig."

"Ich habe immer gesagt, dass der Trainer der wichtigste Angestellte ist und wir eine Vertrags-Vereinbarung haben, die bekannt ist", sagte Rummenigge weiter. Ein Wechsel von Flick als Bundestrainer zum DFB sei daher überhaupt kein Thema. "Wir werden nicht die Probleme des DFB lösen. Und wenn ich ehrlich bin: Wäre ich Trainer und sollte vom Arbeitgeber FC Bayern zum Arbeitgeber DFB wechseln, würde mir das lediglich ein Schmunzeln entlocken", erklärte Rummenigge.

Flicks Vertrag in München ist noch bis 2023 gültig.

Ähnlich wie Rummenigge sieht es Scholl.

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"Er ist angesehen, er ist geliebt"

Flick fühle sich in München, wo auch seine Familie lebt, sehr wohl. "Er ist angesehen, er ist geliebt", betont Scholl. Er könne sich nicht vorstellen, dass der Posten als Bundestrainer für Flick "jetzt der Wunschjob ist. Er wird das jetzt noch ein paar Jahre machen bei Bayern und das richtig gut. Warum sollte er jetzt Nachfolger von Löw werden wollen?" Erst nach seiner Zeit beim FCB könnte die Nationalelf noch einmal für Flick interessant werden, mutmaßte Scholl.

Dennoch sei schon jetzt klar, dass "Hansi auch für den DFB total interessant ist." Der DFB sei jedoch "ein ganz spezieller Verein und ich verstehe jetzt immer mehr, warum die Bayern-Granden, warum Rummenigge, Hoeneß immer wieder mit dem DFB anecken. Das hat diverse Gründe."

Zu guter Letzt brach Scholl, der den DFB schon mehrfach selbst attackiert hatte, noch eine Lanze für Löw. Dieser habe seinen Job schließlich in der Vergangenheit "richtig gut gemacht, und macht das immer noch richtig gut. Für die Probleme, die wir in Deutschland haben, kann ich Löw nicht verantwortlich machen. Das liegt viel tiefer."

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