Wie Flick: Mintzlaff kritisiert Lauterbach

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Wie Flick: Mintzlaff kritisiert Lauterbach
Wie Flick: Mintzlaff kritisiert Lauterbach

Hansi Flick stand in den vergangenen Monaten nicht nur wegen seiner sportlichen Erfolge im Mittelpunkt, sondern auch wegen zweier Scharmützel.

Zum einen lieferte sich der Bayern-Trainer offenbar mehrere Auseinandersetzungen mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic, zum anderen schoss er Mitte Februar einen verbalen Giftpfeil in Richtung des SPD-Politikers Karl Lauterbach, nachdem dieser Kritik an der Katar-Reise der Münchner geäußert hatte.

Beide Streitigkeiten sind inzwischen laut Flick ausgeräumt, beide Male ließ der 56-Jährige eine Entschuldigung folgen. Zumindest das Sorry im Fall Lauterbach hätte es laut Oliver Mintzlaff nicht gebraucht, wie der Geschäftsführer von RB Leipzig im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1 am Sonntag erklärte.

"Ich muss aufpassen, was ich sage, sonst komme ich hinterher in die Situation, dass ich mich wie Hansi Flick entschuldigen muss", sagte Mintzlaff auf die Frage, ob er Hoffnung auf eine baldige Zuschauer-Rückkehr in der Bundesliga habe (Service: Tabelle der Bundesliga).

"Wobei er sich da gar nicht hätte entschuldigen müssen, als er gesagt hat, dass Karl Lauterbach (SPD-Gesundheitsexperte, Anm. d. Red.) immer alles kommentieren müsse – da kann ich ihm nur beipflichten."

Flick kritisiert Lauterbach

Flick hatte bei einer Pressekonferenz auf SPORT1-Nachfrage emotional reagiert.

"Der Herr Lauterbach hat immer zu irgendwas einen Kommentar abzugeben - klar, wenn ich nicht in der Verantwortung stehe", meinte Flick damals: "Wenn ich am Ende das Ergebnis sehe, dann kann ich es immer leicht bewerten."

In der Diskussion um Corona könne man "die sogenannten Experten langsam nicht mehr hören".

Einige Tage später gab es zwischen Politiker und Trainer dann ein "spannendes und konstruktives Gespräch mit gegenseitiger Wertschätzung", wie Lauterbach auf Twitter schrieb: "Jeder Streit ist beigelegt."

Mintzlaff: Dann "kriege ich später auf die Fresse"

Konkret zu einer Fan-Rückkehr wollte sich Mintzlaff nicht äußern, denn "für alles, was ich sage, kriege ich dann später auf die Fresse, deshalb halte ich jetzt eher meinen Mund." (Service: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Am Samstag waren beim Drittligaspiel zwischen Hansa Rostock und dem Halleschen FC (1:0) erstmals seit November wieder 702 Fans anwesend.

Doch Mintzlaff ergänzte: "Fakt ist aber: Die Bundesliga hat letzte Saison 1,41 Milliarden Euro an Steuern gezahlt. Beim Föderalismus und den Regeln, die wir alle so unterschiedlich erleben, da blickt keiner mehr durch."

Die derzeitige Lage bezeichnete er als "sehr ermüdend" und richtete einen Appell an die politischen Entscheider.

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Es sei "auch für uns mühsam, immer wieder mit durchdachten Konzepten alles zu versuchen. Die Bundesliga hat gezeigt, dass es funktionieren kann. Ich hoffe, dass auch alle anderen, insbesondere die Politik, ihre Hausaufgaben machen und wir irgendwann wieder die Tore öffnen können."