Flexibilität ist entscheidend für Work-Life-Balance

Flexible Arbeitszeiten statt Stechuhr: Viele Arbeitnehmer wünschen sich Gleitzeit und Homeoffice. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Der Leistungsdruck ist in der Gesellschaft gestiegen. Deswegen gewinnt die Frage an Bedeutung, wie sich Beruf und Privatleben gut miteinander vereinbaren lassen. Einige Antworten darauf liefert eine neue Studie.

Dresden (dpa/tmn) - Die Work-Life-Balance ist keine Frage von Teil- oder Vollzeit. Entscheidend dafür ist eher, ob jemand flexible Arbeitszeiten hat oder nicht. Das zeigt eine Studie der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA).

Demnach sagen etwa zwei Drittel (64 Prozent) der Berufstätigen ohne starre Arbeitszeiten, dass sie Job und Privatleben gut miteinander vereinbaren können. Ohne flexible Zeitgestaltung und in Vollzeit klappt das nur in 45 Prozent der Fälle. Und bei Teilzeitkräften ohne flexible Zeiten ist die Quote mit 47 Prozent ähnlich hoch.

Insgesamt hat den Angaben nach etwa die Hälfte der Arbeitnehmer und Selbstständigen (52 Prozent) flexible Arbeitszeiten. Fast drei Viertel davon arbeiten in Gleitzeit (72 Prozent). Die Arbeit im Homeoffice oder mit Vertrauensarbeitszeit ist dagegen deutlich seltener: Beide Varianten stehen nur einem guten Viertel der Berufstätigen mit flexiblen Arbeitszeiten (jeweils 28 Prozent) zur Verfügung.

Für die Studie hat die IGA Ende 2016 knapp 2000 Angestellte, Beamte und Selbstständige befragt.