Flensburg nimmt Platz 1 in die WM-Pause mit

SID
·Lesedauer: 2 Min.

Vizemeister SG Flensburg-Handewitt hat beim letzten Spiel vor der WM-Pause seine Tabellenführung in der Handball-Bundesliga (HBL) untermauert.

Die Mannschaft von Trainer Maik Machulla gewann zum Jahresabschluss das Topspiel beim SC DHfK Leipzig mit 29:24 (17:13) und nimmt somit drei Punkte Vorsprung auf Rekordmeister THW Kiel in den bundesligafreien Januar mit. Allerdings hat der THW zwei Spiele weniger absolviert.

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Der Schwede Hampus Wanne war am Sonntag mit neun Toren der beste Werfer der SG, die in der Liga in 14 absolvierten Partien erst eine Niederlage einstecken musste. In Leipzig überzeugte die SG einmal mehr mit einer sehr abgeklärten und konzentrierten Spielweise, die kaum von Fehlern geprägt war.

Für die Topspieler steht kurz nach dem Jahreswechsel die Vorbereitung auf die Mega-WM mit 32 Teams in Ägypten (14. bis 31. Januar) auf dem Plan. Bundestrainer Alfred Gislason versammelt am 3. Januar seine Mannschaft um sich, der Deutsche Handballbund (DHB) ordnete für seine Spieler vorab eine fünftägige freiwillige Quarantäne an. (Tabelle der Handball-Bundesliga)

Melsungen unter Quarantäne

Ob rechtzeitig die Profis der MT Melsungen zur Verfügung stehen, ist offen. Die MT-Mannschaft um die mit dem Coronavirus infizierten Nationalspieler Silvio Heinevetter und Timo Kastening befindet sich in Quarantäne. Der DHB geht allerdings davon aus, dass die insgesamt fünf MT-Nationalspieler bis zum Vorbereitungsstart wieder einsatzbereit sind.

Zuletzt hatten Coronafälle die HBL-Saison wieder verstärkt beeinflusst, nach den Spielen am Sonntag haben die Teams unterschiedlich viele absolvierte Spiele auf dem Konto. So spielte Melsungen beispielsweise erst zehn Partien, der TVB Stuttgart hingegen bereits 15. Derzeit müssen noch 13 Matches neu terminiert werden. (Ergebnisse und Spielplan der HBL)

Leipzigs Geschäftsführer Karsten Günther warnte derweil erneut vor der Überbelastung der Spieler und forderte einen zielführenden Dialog zur Ausdünnung des Spielkalenders ein. "Wir müssen jetzt Lösungen erarbeiten, und zwar dringend, sonst steuern wir alle auf eine Riesenkatastrophe für den Handball hin", sagte Günther am Sky-Mikrofon.