Nach Fleisch-Reform: Aldi will bis 2030 auch auf "Tierwohl"-Milch aus besseren Haltungsstufen umstellen

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Bei Aldi weht frischer Wind im Frischeregal. In einer heute veröffentlichten Pressemitteilung teilte die Aldi-Gruppe mit, dass Aldi-Nord und Aldi-Süd bis 2030 nur noch Frischmilch aus den Haltungsstufen 3 und 4 anbieten werden. Bis 2024 will Aldi bereits vollständig auf Frischmilch aus Haltungsstufe 1 verzichten. Regionaler soll es auch werden, denn ab diesem Jahr soll die Frischmilch nur noch aus heimischer Landwirtschaft eingekauft werden.

Die Haltungsstufen 3 und 4 beinhalten mehr Platz für die Kühe: mindestens sechs Quadratmeter Liege- und Lauffläche pro Kuh braucht es für Haltungsstufe 4. In beiden Haltungsstufen haben die Kühe das ganze Jahr über Weidegänge und Laufhöfe, Zugang zu frischer Luft, in Haltungsstufe 4 sind sie 120 Tage im Jahr auf der Weide. Beide Stufen sehen eine Versorgung der Tiere mit Futter ohne Gentechnik vor.

„Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt: Die Nachfrage nach Tierwohl-Produkten wächst stetig“, teilte Tanja Hacker, Managing Director Category Management bei ALDI Nord in der Pressemitteilung mit. „Mit unserer Ankündigung schaffen wir marktseitig Planungssicherheit, um auch in der Milchviehhaltung den Umstieg zu mehr Tierwohl in der Breite zu erreichen“, so Hacker.

Nur Eigenmarkenprodukte sind in die Regel eingenommen

Die 'Haltungsänderung', bezieht sich nur auf Aldi-Eigenmarken Produkte. Markenprodukte und internationale Spezialitäten seien davon ausgenommen. Auch verarbeitete Milchprodukte, wie zum Beispiel Käse, dürfen weiterhin mit Milch anderer Haltungsstufen produziert werden, wie "Der Spiegel" berichtet.

Diese Ankündigung kommt, nachdem Aldi bereits im Juni 2021 mitgeteilt hatte, bis 2025 sämtliches Billigfleisch der Haltungsstufe 1 aus dem Sortiment zu nehmen. Bis 2030 soll es dann nur noch Fleisch aus Bio- und Frischlufthaltung geben, wie "Business Insider" bereits berichtete.

mwolf

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